Starkes Konzert im Kurhaus

Das Städteorchester Württembergisches Allgäu setzt seine Tradition fort

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Das Städteorchester Württembergisches Allgäu beim Auftritt im Kurhaus.

Isny – Seit 1973, der Gründung der Städteorchesters Württembergisches Allgäu, ist es für Freunde sinfonischer Musik ein Freude, ein- bis zweimal im Jahr in den Genuss zu kommen, Musikwerke großer Komponisten auch im Allgäu hören zu können.

Nicht dass es nicht auch andere Formationen gibt, die großartige Musik zum Vortrag bringen. Gerade aber die regionale Verbundenheit der Musiker des Städteorchesters ist ein Aspekt, warum diese Veranstaltungen einen so regen Zulauf erhalten.

Die Auswahl in dieser Herbstsaison zeugt einmal mehr von dem Geschick der für die Zusammenstellung Zuständigen. Beginnend mit der Ouvertüre des „Freischütz“ von Carl Maria von Weber, deren Umsetzung gelungen ist. Nicht zu vergessen: Die Mehrzahl der Musiker sind noch immer als Laien zu bezeichnen, wenn ihre Leistung auch deutlich an professionelle Orchester heranreicht. Carl Maria von Weber hatte mit der klaren Zuordnung bestimmter Instrumentengruppen zu „Rollen“ im Ablauf der Sinfonie und die konsequente Einhaltung dieser Festlegung Neuland betreten. Richard Wagner hat später in der gleichen Richtung komponiert. Der Freischütz wurde 1821 uraufgeführt und war von Anfang an ein großer Erfolg. Viele Passagen sind auch dem nicht so vertrauten Opernfreund durchaus geläufig und unter der Stabführung von Marcus Hartmann konnten die Musiker sich voll entfalten.

Dann war es das Violinkonzert e-moll von Felix Mendelssohn-Bartoldy, das auf dem Programm stand. Sandra Martunen, in Köln geboren und heute in Kißlegg wohnend, spielt schon seit ihrem fünften Lebensjahr Geige. Das Geigenstudium bei Professor Rainer Kussmaul an der Hochschule für Musik in Freiburg, anschließend das Studium bei Prof. Nora Chastain an der Züricher Hochschule für Musik befähigen sie zu besonderen Leistungen. Mit den Geldern der verschiedenen Stipendien und Preise gelang es ihr, eine Violine von Guiseppe Fiorini zu erwerben und ihr Erfahrung in namhaften Orchestern wie auch ihr Konzertdiplom, das sie mit Auszeichnung bestanden hatte, gibt ihr im Auftreten eine Sicherheit, die sich auf die anderen Musiker und auch auf das Publikum überträgt. Da stand sie in der Mitte des Orchesters, schwang sich von Sequenz zu Sequenz durch das Meisterwerk von Mendelssohn-Bartholdy und sorgte für atemlose Stille und anschließend nicht enden wollenden Applaus. Eine Solo- Zugabe hatte sie ebenfalls vorbereitet.

Nach der Pause war es die Sinfonie Nr. 1 von Robert Schumann, die zu Gehör gebracht wurde. Wieder konnte das Städteorchester mit einem phantastischen Zusammenspiel glänzen. Dirigent Marcus Hartmann hatte sich nicht zu viel vorgenommen und überzeugte mit dem gesamten Orchester auch mit dieser Sinfonie. Was da in den Jahrzehnten seit der Gründung entstanden ist, wurde schon oft gelobt und besprochen. Ein Glücksfall für die gesamte Region mit einem Bekanntheitsgrad weit über die Region hinaus.

Manfred Schubert

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