Verstärkte Koordination der Bildungsangebote für ausländische Mitbürger

Landkreis intensiviert Bildungsarbeit

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Landkreis – „Für uns als Bildungsregion ist es wichtig, dass kein Talent verloren geht,“ erklärt Landrat Anton Klotz. Die knapp 13.000 Migranten im Oberallgäu sind in dieser Hinsicht eine wichtige Teilgruppe in der kommunalen Bildungsarbeit, die durch das Bildungsbüro des Landratsamts koordiniert wird.

Um die Bildungsarbeit für Migranten weiter zu intensivieren, hat sich der Landkreis deshalb für das Förderprogramm „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung beworben. „Wir haben den Zuschlag für die Förderung erhalten und so wird jetzt das Bildungsbüro seit Juli durch Teresa Daubenmerkl als Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte verstärkt,“ freut sich Ralph Eichbauer, Abteilungsleiter für Mensch und Gesellschaft im Landratsamt. Neuzugewanderte umfasst dabei sowohl alle Geflüchteten im Landkreis, als auch alle anderen zugezogenen Einwohner des Oberallgäus, die in den vergangenen Jahren aus dem Ausland nach Deutschland eingewandert sind. „Meine Arbeit baut auf die bereits vorhandenen Strukturen im Oberallgäu auf und ist nur durch die enge Zusammenarbeit mit den bestehenden Akteuren im Landratsamt und im Landkreis möglich. Dazu gehören selbstverständlich auch die unzähligen Ehrenamtlichen. Ziel ist es durch Transparenz und Vernetzung der Akteure, die bestehende Bildungsarbeit für Neuzugewanderte zu optimieren und auszuweiten,“ beschreibt Teresa Daubenmerkl.

Aufgrund der aktuellen politischen Lage sind Geflüchtete gerade ein großer Bestandteil der Arbeit der neuen Koordinatorin. „Nun, da die Erstversorgung und Unterbringung der Geflüchteten im Landkreis sichergestellt ist, geht es um die Integration dieser Zielgruppe durch Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe“, so Landrat Anton Klotz weiter. Um die Integration der Geflüchteten im Landkreis zu fördern, startete im Juli das Landratsamt beispielsweise ein Pilotprojekt mit der Bertelsmann Stiftung und dem IQ Netzwerk. Dabei arbeiten die verschiedene Sachgebiete des Landratsamt, wie das Amt für Migration, das Bildungsbüro, das Jobcenter und das Jugendamt mit externen Partnern aus den Gemeinden, Schulen, Arbeitgeber- sowie Arbeitnehmerverbände und Wohlfahrtsverbänden zusammen. Die operative Leitung dieses neuen Projekts übernimmt Teresa Daubenmerkl zusammen mit der Migrationsbeauftragen des Landkreises, Miriam Duran. So ist sichergestellt, dass bereits vorhandene Strukturen genutzt und alle Akteure mit eingebunden werden. kb

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