Wann kommt der Radweg?

Landratsamt erteilt Zusage zum Bau der Kreisstraße Dietmannsried-Heising samt Radweg

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Derzeit müssen Radfahrer auf dem Weg von Dietmannsried nach Heising ein Stück auf der Kreisstraße bewältigen. Das könnte sich bald ändern.

Dietmannsried – Wer mit dem Fahrrad zwischen Dietmannsried und Heising unterwegs ist, begibt sich ins Lebensgefahr.

Er muss – zumindest abschnittsweise – die viel befahrene Kreisstraße OA 19 benutzen, auf der der Verkehr streckenweise mit 100 Kilometern pro Stunde dahinbraust. Einen durchgehenden Radweg gibt es hier nicht. Ein solcher rückt nun in greifbare Nähe. Sollten die derzeit stattfindenden Verhandlungen zwischen der Marktgemeinde Dietmannsried und den Grundstückseigentümern erfolgreich verlaufen, könnte bereits 2020 mit dem Bau begonnen werden.

Das Thema Radweg entlang der Kreisstraße OA 19 beschäftigte die Gemeinden Dietmannsried, Haldenwang, Lauben/Heising sowie das Landratsamt Oberallgäu in den vergangenen Jahren immer wieder. Nun könnte ein Durchbruch bevorstehen. Wie Dietmannsrieds Bürgermeister Werner Endres in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates mitteilte, erhielt die Kommune am 6. Februar die Zusage des Landkreises Oberallgäu, den Radweg und die Kreisstraße im Jahre 2020 zu bauen. „So sieht es auch die finanzielle Planung im Landkreis vor. Grundvoraussetzung ist, dass die Marktgemeinde die Grundstücksverhandlungen bis Mitte des Jahres 2019 positiv abschließen kann“, so Endres im Gespräch mit dem Kreisbote. 

Die Gelder für die Grundstücksgeschäfte seien im aktuellen kommunalen Haushaltsplan bereits berücksichtigt. Zwar liege die Zuständigkeit für Straße und Radweg beim Landkreis – „schließlich handelt es sich um eine Kreisstraße“ –, jedoch bestehe in Dietmannsried ein großes Interesse am Bau des Radweges. Überdies befindet sich der größte Teil der benötigten zusätzlichen Flächen auf der Gemarkung der Marktgemeinde. „Deshalb haben wir bei den Grundstücksverhandlungen die Federführung übernommen“, erklärt der Rathauschef. Jene sollen, wenn möglich, bis zum 30. Juni erfolgreich abgeschlossen sein. Das Zuschussgesuch bei der Regierung von Schwaben könnte dann bis 1. September 2019 eingereicht werden. „Somit könnte der Landkreis 2020 mit dem Bau beginnen.“ Wer die Thematik in den letztem Jahren verfolgt hat, erinnert sich vielleicht noch an die Planungen zur sogenannten „großen Lösung“. Im Gespräch war, die Kreisstraße an den beiden Bahnübergängen bei Unterwengen und Heising mit einer langgezogenen Brücke zu überspannen – ein auf acht bis zehn Millionen Euro veranschlagtes Großprojekt des Landkreises. 

Hierzu sagt Werner Endres: „Die große Lösung bedeutet intensive Absprachen mit der Deutschen Bahn. Diesbezüglich kann die Realisierung noch dauern. So lange möchten wir jedoch mit dem Radweg nicht warten, weil es nach unserer Ansicht eine ganz wichtige Radwegeverbindung ist. Die große Lösung mit der Freimachung der Bahnübergänge wäre trotzdem noch möglich.“ Eine konkrete Planung, wo die rund drei Kilometer lange Strecke verlaufen wird, liegt bereits in der Schublade. „Wir haben ja beim Neubau des Kreisverkehres (beim Wertstoffhof Dietmannsried, Anm.d.Red.) ungefähr beim Anwesen Bentele mit dem Radweg aufgehört“, erläutert er. „Dort wird er weiter gebaut. Der Radweg wird zwischen Bahnlinie und der Kreisstraße verlaufen. Die Planung aus dem Jahr 2012, bei der der Radweg noch auf der anderen Seite des Bahngleises verlaufen wäre, wurde nicht weiterverfolgt, da wir nun die Möglichkeit einer direkten Verbindung haben.“ In Höhe Heising soll dann der Anschluss an den bestehenden Radweg erfolgen. 

Sabine Stodal

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