Was lange währt...

Immenstädter Straße bekommt endlich Radweg

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Kempten – Der jahrelange und hartnäckige Einsatz von Stadtrat Helmut Hitscherich hat nun endlich Früchte getragen: die für Radler (und damit auch für Autofahrer) immer wieder als hochgefährlich kritisierte Immenstädter Straße bekommt einen Radweg.

Genauer handelt es sich um den insgesamt circa 700 Meter langen Abschnitt zwischen Mozart- und Maler-Lochbihler-Straße, der bis dato kein Angebot für Radfahrer hat. Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann stellte im Bauausschuss die Planungen vor, in denen man prinzipiell versucht habe, bestehende Parkbereiche und Grünstreifen zu erhalten oder zu ersetzen. Federn lassen müssen dennoch unter anderem die Parkplätze bei der Metzgerei, die wegen der dort geplanten Querungshilfe von 20 auf 17 schmelzen. Auch im Bereich der Haubenschloßstraße können zwar die Bäume erhalten bleiben, die Längsparkplätze müssen aber „zugunsten der Radler entfallen“.

Neben der im Schnitt 5,50 Meter Fahrbahn soll auf beiden Seiten je ein 1,50 Meter breiter Radweg die Sicherheit der entsprechenden Verkehrsteilnehmer erhöhen. Parallel sei versucht worden, die Gehwege mit 1,75 bis zwei Meter Breite zu optimieren, an Engstellen reicht es nur für 1,5 Meter Breite. Auch barrierefreie Querungsstellen sollen gleich mit umgesetzt und die Ampeln erneuert werden. Insgesamt summiert sich die Maßnahme auf 1,45 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt Kempten rund 650.000 Euro und da Teile der Immenstädter Straße als Bundesstraße klassifiziert sind, trägt das Staatliche Bauamt rund 800.000 Euro. Im städtischen Haushalt sind dafür 500.000 Euro in 2019 angesetzt und die restlichen 150.000 in 2020.

Sowohl Ausführungsplanung als auch Vergabe sind für April/Mai 2019 vorgesehen, die Bauzeit ab Sommer 2019 bis Ende 2020. Die Maßnahme „muss abschnittweise erfolgen“, begründete Wiedemann den langen Zeitraum. Siegfried Oberdörfer (SPD) begrüßte zwar die Maßnahme an sich, berichtete aber „aus Erfahrung, dass die Angebotsstreifen nicht genutzt“ oder „mit hohem Karacho“ aus falscher Richtung befahren würden. Deshalb schlug er vor, an jeder Einmündung Richtungspfeile auf den Angebotsstreifen zu markieren. Theo Dodel-Hefele (Grüne) outete sich als „Verfechter der Angebotsstreifen“, da Radfahrer seines Erachtens eher zum motorisierten Verkehr gehörten. Er halte die Kombination Fußgänger/Radfahrer für viel gefährlicher, da Fußgänger den Radler nicht hören würden.

Christine Tröger

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