Ein langer Blick zurück

Der Ortsverband Kempten-Nord hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich, stellte Ortsvorsitzender Johann Lederle bei der Orts-hauptversammlung im Pfarrheim St. Hedwig fest. Insgesamt 44 Veranstaltungen, Zusammenkünfte oder Treffen wurden im Laufe des Jahres 2009 abgehalten.

Wesentlich geprägt war das Jahr durch die beiden Wahlkämpfe, in denen sich die CSU Kempten-Nord engagiert durch Infostände, Plakatierung und Abhaltung sonstiger Veranstaltungen einbrachte. Auch das Schwabelsberger Weiherfest stand ganz im Zeichen des Bundestagswahlkampfes. Da in den nächsten Jahren keine weiteren Wahlen anstehen, gelte es, sich nach innen zu konsolidieren und bestehende Strukturen zu überdenken. Eine besondere Anerkennung sprach Lederle den älteren Mitgliedern des Ortsverbandes aufgrund deren Zuverlässigkeit aus. Gleichwohl gelte es, auf einen höheren Anteil von jüngeren Mitgliedern und Frauen hinzuarbeiten. Im Hinblick auf die kommunalpolitischen Themen hob Lederle die Nordspange hervor, die von der CSU Nord befürwortet wird. Hier werde man sich einer Diskussion stellen. Kreisvorsitzender Thomas Kreuzer ging in seiner Rede auf die aktuelle Bundes- und Landespolitik ein und sprach den anwesenden Mitgliedern seine Anerkennung dafür aus, dass diese auch in so schwierigen Zeiten zur CSU stehen. Interessantes Referat Anschließend wurden mehrere Mitglieder durch den Ortsvorsitzenden Johann Lederle für ihre langjährige Treue zur CSU geehrt. Im einzelnen handelt es sich dabei um Michael Rehm (25 Jahre), Christian Hackenschmidt (20 Jahre), Peter Kuisl, Ursula Prestel-Höß, Doris Hauber, Roger Lichtenberger, Andrea Pendelin und Marianne Weber (alle 15 Jahre). Das Gastreferat des Abends hielt der ehemalige Leitende Lebensmittelkaufmann Georg Sedlmaier. Er ist Gründer der IG „Für gesunde Lebensmittel“. Der Referent verstand es, den Zuhörern seine parteipolitisch neutrale – und damit unabhängige – Position zu vermitteln und die Anwesenden durch seine ansprechende Vortragsweise zu fesseln. So konnten die Zuhörer erfahren, dass auch große Unternehmen wie die Deutsche Bank oder Nestle sich der weltweiten Problematik der durch chemische Zusätze verunreinigte oder durch Gentechnik manipulierten Lebensmittel durchaus bewusst sind. Überraschend einer-seits und bezeichnend andererseits ist aber, dass diese Unternehmen sich zum einen in offiziellen Abhandlungen oder Kommentaren durchaus der Probleme bewusst zeigen, zum anderen aber den Aktivitäten ihrer eigenen Unternehmen beispielsweise in Entwicklungsländern, keinen Einhalt gebieten. Laut Sedlmaier wäre es erforderlich, zum Beispiel in Deutschland, besser aber in Europa oder weltweit fünf bis zehn Prozent der Verbraucher zu gewinnen, die bewusst einkaufen. Bereits ein solcher Anteil der Verbraucher, die anerkannt biologische Waren kaufen, würde ausreichen, um die großen Konzerne zur Verhaltensänderung zu bewegen. Derzeit liege dieser Prozentsatz aber eher bei zwei bis drei Prozent der Bevölkerung.

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