Langfristige Projekte

Karl Immler vor dem Modell der Gebäude in der Wassertorstraße. Eventuell werden die hinteren Gebäude als Glasbauten ausgeführt und würden dann einen nahtlosen Übergang zum Zumthor-Projekt schaffen. Foto: Schubert

Das Bauen in Isnys Altstadt ist nicht unbedingt ein Zuckerschlecken und man muss schon richtig Geld in die Hand nehmen, um etwas Sichtbares zu erreichen. Die Stadt Isny tut ihr Möglichstes um Bewegung in die Abläufe hinein zu bekommen, allen voran Claus Fehr, der für Stadtentwicklung und –Planung verantwortlich ist. Was geändert werden soll und kann ist auf dem „Dienstweg“ eine zähe Angelegenheit. Hier hilft nur Privatinitiative und die kommt jetzt massiv von den Gebrüdern Immler.

Zum Beispiel das Projekt Wassertorstraße 7 und 9: Das Gebäude Wassertorstraße 7 ist das Elternhaus der Immlers. Im hinteren Teil des Gebäudes sind alle als Hausgeburten auf die Welt gekommen. Jahrelang stand der obere Teil des Gebäudes leer, weil sich die Erbengemeinschaft nicht auf einen verträglichen Modus einigen konnte. Jetzt hat Jakob Immler das Gebäude erstanden und nun kommt Bewegung in die Abläufe. Rund um das „Herzstück“ wurden Immobilien und Areale aufgekauft und so haben die Immlers jetzt in diesem Bereich eine zusammenhängende Grundfläche von rund 2000 Quadratmetern im Besitz. Das ist das größte zusammenhängende Grundstück in Privatbesitz in Isny. Zusammen mit dem Tübinger Denkmalsamt, der Stadtverwaltung, dem Städteplaner und den Nachbarn rund herum wurden äußerst produktive Gespräche geführt und viele Wege offen gelassen. Zuerst erfolgte eine bauhistorische Untersuchung des Gebäudes Wassertorstraße 7, dann ein Architekturwettbewerb von vier Architekturbüros. Immer wieder wird nach Änderungswünschen potentieller Mieter gefragt und im hinteren Bereich ist eine Tiefgarage mit 60 Stellplätzen eingeplant. 12 Millionen Euro werden von den Immlers für den Gesamtbau eingesetzt. „Wir sorgen dafür, dass der von uns verursachte ruhende Verkehr auf dem eigenen Grundstück geregelt wird“, so Karl Immler. Missstände, die in diesem Bereich vorhanden sind, sollen ausgeglichen werden. „Wir arbeiten mit der Stadt konstruktiv zusammen und versuchen auch der Stadt Impulse zu geben, zum Beispiel ein begrünter Innenhof hinter dem Rathaus“, führt Immler an. Umzüge möglich Baubeginn in der Wassertorstraße ist im Frühjahr 2011 und dadurch wird wohl der erste „Gordische Knoten“ der Stadtplanung aufgelöst. Möglich scheint der Umzug der Kreissparkasse vom Marktplatz in diesen Bereich, der Umzug der Stadtbücherei und des Stadtarchivs in die frei werdenden Räume im Paul Fagius-Haus und damit der Um- und Ausbau des Hallgebäudes im Sinne der Weiterentwicklung der „Altstadt Süd.“ „Kurzfristige Lösungen wären kaufmännisch effektiver und verheißen höhere Rendite, aber im Zusammenhang mit unserer Heimatstadt ist es mehr die Freude am Gestalten die hier den Ausschlag gibt“, erläutert Karl Immler. Auf die berechtigte Frage, was mit den anderen Projekten ist, die angefangen oder geplant sind war ebenfalls eine klare Aussage zu bekommen. „Das Projekt Terrassenhotel ist vorläufig zurückgestellt, weil die gleichzeitige Entwicklung mehrerer diffiziler Baustellen auch uns zu viel würde“, schildert Immler. „Das ‘Winzervereinsheim’ im Bereich des von uns erworbenen ‘Zwingers’ wird vorangetrieben. Auch dort ist viel Zeit zu investieren und nicht nur Geld“, erklärt er weiter. Das Richtfest sei Mitte September geplant. Die Edeka Garage am Stadtpark werde ebenfalls eine neue Deckschicht auf der oberen Ebene bekommen und von der Statik ist eine weitere Etage möglich. Und wenn der Zumthor-Turm (der KREISBOTE berichtete) kommen sollte ist eine weiterer Ausbau der Parkflächen unumgänglich.

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