Für langjähriges Wirken ausgezeichnet

Der ehemalige Pfarrer Gebhard Schneider und Altusrieds 1. Bürgermeister Heribert Kammel bei der Überreichung der Bürgermedaille in Silber. Stodal

In Anerkennung und Dankbarkeit für sein 35-jähriges Wirken in der Gemeinde wurde der ehemalige Altusrieder Pfarrer Gebhard Schneider am Kirchweihsonntag mit der Silbernen Bürgermedaille ausgezeichnet. Als Ort der Verleihung hatte der Geistliche sich seine einstige Wirkungsstätte ausgesucht – die Pfarrkirche „St. Blasius und Alexander“.

Obwohl er bereits am 24. Juli diesen Jahres in den Ruhestand getreten war, ließ Pfarrer Gebhard Schneider es sich nicht nehmen, zu diesem besonderen Anlass den Kirchweih-Gottesdienst gemeinsam mit seinem Nachfolger, Pfarrer Anton Zech, zu gestalten. Im Anschluss an die Heilige Messe trat Altusrieds Bürgermeister Heribert Kammel vor die Gemeinde, um Schneider, dessen Lebensmittelpunkt künftig nicht mehr in Altusried sein wird, für sein 35 Jahre währendes Wirken in der Oberallgäuer Marktgemeinde mit der Silbernen Bürgermedaille zu ehren. Schneiders Wunsch, die normalerweise in großem öffentlichen Rahmen stattfindende Verleihung lieber im Altusrieder Gotteshaus abzuhalten, sei er gerne nachgekommen, so Kammel, zumal Schneider anfangs mit einem „Des braucht`´s doch it!“ reagiert habe. Sehr viel bewirkt „Obwohl Sie nie großes Aufhebens gemacht haben über das, was Sie taten, haben Sie doch sehr vieles und zwar im kirchlichen, wie auch im kommunalen Bereich bewirkt“, so Rathauschef Kammel in seiner Laudatio. Exemplarisch nannte er Pfarrer Schneiders Einsatz für die Kirchenrenovierung und den Bau des Pfarrheims in Krugzell, für die Kindergärten beider Gemeinden, ebenso wie seinen positiven Einfluss bei Verhandlungen über den Verkauf kirchlicher Grundstücke, der den Neubau des Feuerwehrhauses in Altusried oder den Bau der Umgehungsstraße von Krugzell erst mit ermöglicht hätte. In seiner seelsor- gerischen Arbeit habe Schneider, so der Rathauschef weiter, das gelebt, was er auch gepredigt habe – er habe vielen Menschen Trost, Kraft und Mut gespendet und seine aufopferungsvolle Pflege seiner Haushälterin sei beispielhaft gewesen. Alt-Pfarrer Schneider nahm die Auszeichnung mit Bescheidenheit entgegen und betonte, so viele Menschen hätten in den letzten 35 Jahren unermüdlich und häufig ehrenamtlich mitgearbeitet, für sie alle nehme er die Ehrung stellvertretend an.

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