Gemeinsame Spielstunden

Austausch und gegenseitiges Stützen

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Bunte Farben, Rasseln, Stäbe und Stofftiere – was gibt es nicht alles zu entdecken für Fin, Lorenz und Leni! Ganz links an der Seite Heilpädagogin Judith Kempf und (2.v.r.) ihre Kollegin Sabine Preis. Bei diesem Treffen fehlt Johannes mit seinen Eltern.

Kempten – Kinderlachen hallt durch den Raum. Fin, Lorenz, Leni und Johannes strahlen, juchzen und krabbeln um die Wette. Alles ganz normal – und doch anders, denn: Die Mädchen und Buben haben eine Behinderung.

Die ein- bis zweijährigen fühlen sich wohl in dem Treffpunkt der Frühförderung der Lebenshilfe Kempten an der Wiesstraße.

„Hier machen die Kinder mit ihren ganz individuellen Einschränkungen ihre erste Gruppenerfahrung vor dem Eintritt in den Kindergarten“, erzählt dazu Einrichtungsleiterin Anke Kadereit. „Unsere Eltern-Kind-Gruppen sollen Müttern und Vätern, deren Kinder nicht immer den „ganz geraden Weg“ in ihrer Entwicklung gehen können, die Gelegenheit zum unkomplizierten Miteinander geben, zum Austausch und zum gegenseitigen Stützen.“

Seit 2016 treffen sich vier Kleinkinder mit Behinderungen mit ihren Eltern in der Frühförderung. Es ist ein Ort, an dem Eltern und Kinder gleichermaßen viel Gemeinsamkeit und Solidarität spüren. „Für uns ist es schön zu beobachten, wie gerne die Kinder an den gemeinsamen Spielstunden teilnehmen, sich weiter entwickeln, wie gut die Eltern miteinander ins Gespräch kommen und Freundschaften zwischen Groß und Klein entstehen“, weiß Judith Kempf. Gemeinsam mit Sabine Preis – beide sind Heilpädagoginnen – leitet sie neben den regelmäßigen Einzelförderungen diese monatlichen Gruppentreffen. „Das Treffen mit Gleichaltrigen klappt manchmal besser als das Zusammensein mit den älteren Geschwistern“, schmunzelt eine der Mütter. „Fin, Leni, Johannes und Lorenz lernen voneinander und man merkt ihnen an, dass sie sich beim Wiedersehen freuen“, so Preis.

Neben dem gemeinsamen Spielen mit den Kindern und der unmittelbaren Förderung bleibt bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee viel Raum für gute Gespräche. Und diese Kontaktmöglichkeit wird von den Eltern intensiv genutzt.

Eine der Behinderungsarten bei den Kleinkindern in der Frühförderung ist das Down-Syndrom. Noch immer gibt es häufig Unverständnis im Umfeld der Familie, wenn Babys mit einer Behinderung geboren werden: Kopfschütteln, unpassende, unverhohlene Kommentare zur vorgeburtlichen Diagnostik. Dazu sagt Lenis Vater: „So etwas macht mich so traurig, unsere Kinder machen uns so froh und stolz, so wie bei allen anderen Eltern auch! Die Diagnostik hat uns geholfen, uns auf die besonderen Bedürfnisse unseres Kindes vorzubereiten, ganz bestimmt nicht dazu, uns gegen das Kind zu entscheiden.“

Trotz allem ist es für junge Eltern mit einem behinderten Kind schwieriger, einen geeigneten Krippenplatz zu finden. „Es fehlt schon mal grundsätzlich an Plätzen und viele Krippen sind einfach noch nicht auf unsere Kinder eingerichtet oder nehmen nur Ortsansässige“, wissen die Eltern und auch die Fachfrauen in der Frühförderung. Allerdings: „In unserer Region gibt es bereits einige integrative Krippen, die hier einen vorbildlichen Weg auch für Kinder mit Behinderungen gehen“, berichtet Kempf. „Und in diesen Einrichtungen ist es normal, verschieden zu sein.“

„Hier machen die Kinder mit ihren ganz individuellen Einschränkungen ihre erste Gruppenerfahrung vor dem Eintritt in den Kindergarten“, erzählt dazu Einrichtungsleiterin Anke Kadereit. „Unsere Eltern-Kind-Gruppen sollen Müttern und Vätern, deren Kinder nicht immer den „ganz geraden Weg“ in ihrer Entwicklung gehen können, die Gelegenheit zum unkomplizierten Miteinander geben, zum Austausch und zum gegenseitigen Stützen.“

Seit 2016 treffen sich vier Kleinkinder mit Behinderungen mit ihren Eltern in der Frühförderung. Es ist ein Ort, an dem Eltern und Kinder gleichermaßen viel Gemeinsamkeit und Solidarität spüren. „Für uns ist es schön zu beobachten, wie gerne die Kinder an den gemeinsamen Spielstunden teilnehmen, sich weiter entwickeln, wie gut die Eltern miteinander ins Gespräch kommen und Freundschaften zwischen Groß und Klein entstehen“, weiß Judith Kempf. Gemeinsam mit Sabine Preis – beide sind Heilpädagoginnen – leitet sie neben den regelmäßigen Einzelförderungen diese monatlichen Gruppentreffen. „Das Treffen mit Gleichaltrigen klappt manchmal besser als das Zusammensein mit den älteren Geschwistern“, schmunzelt eine der Mütter. „Fin, Leni, Johannes und Lorenz lernen voneinander und man merkt ihnen an, dass sie sich beim Wiedersehen freuen“, so Preis.

Neben dem gemeinsamen Spielen mit den Kindern und der unmittelbaren Förderung bleibt bei einer gemeinsamen Tasse Kaffee viel Raum für gute Gespräche. Und diese Kontaktmöglichkeit wird von den Eltern intensiv genutzt.

Eine der Behinderungsarten bei den Kleinkindern in der Frühförderung ist das Down-Syndrom. Noch immer gibt es häufig Unverständnis im Umfeld der Familie, wenn Babys mit einer Behinderung geboren werden: Kopfschütteln, unpassende, unverhohlene Kommentare zur vorgeburtlichen Diagnostik. Dazu sagt Lenis Vater: „So etwas macht mich so traurig, unsere Kinder machen uns so froh und stolz, so wie bei allen anderen Eltern auch! Die Diagnostik hat uns geholfen, uns auf die besonderen Bedürfnisse unseres Kindes vorzubereiten, ganz bestimmt nicht dazu, uns gegen das Kind zu entscheiden.“

Trotz allem ist es für junge Eltern mit einem behinderten Kind schwieriger, einen geeigneten Krippenplatz zu finden. „Es fehlt schon mal grundsätzlich an Plätzen und viele Krippen sind einfach noch nicht auf unsere Kinder eingerichtet oder nehmen nur Ortsansässige“, wissen die Eltern und auch die Fachfrauen in der Frühförderung. Allerdings: „In unserer Region gibt es bereits einige integrative Krippen, die hier einen vorbildlichen Weg auch für Kinder mit Behinderungen gehen“, berichtet Kempf. „Und in diesen Einrichtungen ist es normal, verschieden zu sein.“

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