Marktforscherin stellt Studie zur Jugend von heute vor

So tickt die Jugend

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Referentin Wiepke Jessen informiert darüber, wie die Jugend tickt.

Kempten – Welches Tattoo trägt Justin Bieber an seinem linken Knöchel? Was war das Jugendwort 2012? Wie viele Jugendliche glauben an Gott? Was steckt hinter „blobbing“? Wie heißt Sido mit bürgerlichem Namen?

Wenn Sie alle diese Fragen richtig beantworten – dann haben Sie eine Ahnung davon, wie Jugendliche heutzutage „ticken“. Wiepke Jessen, Referentin der Sinus-Akademie und selbständige Marktforscherin aus Heidelberg, brachte die rund 100 Besucher im „Forum Lichtblick” im evangelischen Gemeindehaus über ein Quiz auf Augenhöhe von Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren. 

Es war heuer bereits die 21. Veranstaltung im Rahmen des „Forum Lichtblicks” der Diakonie Kempten Allgäu. Mit Grafiken, Bildern, O-Tönen, Werbe-Einblendungen und Musik gab die Jugend-Expertin innerhalb von zwei kurzweiligen Stunden einen Crash-Kurs zu der Jugend von heute. Hierbei stellte sie die Studie aus 2011 vor, nach der es sieben unterschiedlichen Lebenswelten bei den 14 bis 17-Jährigen gibt. Dabei stellte Dekan Jörg Dittmar fest, dass die Kirche für die Jugendlichen mit der Trauung doch noch ein sehr gutes Angebot habe. Denn wenngleich die Lebenswelten der Jugendlichen von heute nach der Sinus-Studie in gleich sieben unterschiedliche Gruppen aufgeteilt werden, scheinen beinahe alle doch immer noch kirchlich heiraten zu wollen. Dittmar: „Mit der Konfirmation haben wir letztmalig alle Jugendlichen aus allen Lebenswelten beieinander. Das sollten wir nutzen.“ 

Für Indra Baier-Müller, Geschäftsführerin der Diakonie Kempten Allgäu, bot das Thema einen „Blick über den Tellerrand“ hinaus. Sie fragte: „Was ist dran an den Klischees über die Jugendlichen?“ Da sich die Lebenswelten auch über die Jahre verändern, so Jessen, solle man sich vor Vorurteilen hüten, zumal meist niemand nur in eine Welt „passt“. Meistens überlappen sich die Lebenswelten zumindest in ein oder zwei andere Lebenswelten hinein. Mit dem Referat von Wiepke Jessen solle die Unterschiedlichkeit betrachtet werden. Auch ergeben sich im Laufe der Jahre Veränderungen, bei der noch „hippere“ Jugendwelten hinzukommen.

 „In den 90er Jahren ging es noch viel traditioneller zu“, so Jessen. Hoher Druck Deutlich wurde den Gästen im „Forum Lichtblick” an diesem Abend auch der Druck, dem die Jugendlichen ausgesetzt sind oder sich selbst aussetzen: egal ob beim Bodytuning, Konsumverhalten, bei der Bildung oder im Durchsetzungsvermögen. Amüsant war, dass fast jeder der Besucher seinen eigenen Typ in einer der Lebenswelten wiederfand, spätestens aber die eigenen Enkel sehr gut einzuordnen wusste.

mori

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