Leicht verwirrend

Seit dem Jahre 2001 gab es in Isny einen Verein für die Vertretung der Senioren in der Öffentlichkeit und auch als Teil des sozialen Netzes. Über diesen Verein wurde Christine Miller-Trax für „Herz & Gemüt“ angestellt. Julius Hofer übernahm den Vorsitz, Elke Remmel wurde die Schatzmeisterin, Beisitzer und Schriftführer wurden gewählt und nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam es zu einer tragfähigen Zusammenarbeit.

Die Isnyer ab 60 Jahren hatten in einer Urwahl aus der Kandidatenliste eine Vertretung der Senioren gewählt, den Stadtseniorenrat. Dieser sollte baldmöglichst den eingetragenen Verein ersetzen. Aber was geschieht dann mit Miller-Trax von Herz & Gemüt, die, die inzwischen voller Engagement ihrer Arbeit nachging? Die gewählten Seniorenvertreter konnten aus verfahrensrechtlichen Gründen kein Anstellungsträger sein. – So blieb Hofer kommissarisch im Amt, Remmel verwaltete weiter die Gelder und alle warteten auf die „göttliche Eingebung.“ Mit Wirkung vom 21. Dezember hat sich der Verein bei einer dafür einberufenen Mitgliederversammlung aufgelöst. Mit 17 Ja-Stimmen und einer Enthaltung war das Ergebnis eindeutig. Im Anschluss enstand ein Trägerverein, der das Arbeitsverhältnis mit Herz & Gemüt regelt und sonst eigentlich keine Funktion hat. Remmel legte die Abrechnung der Finanzen vor. Danach gehen etwas mehr als 10 000 Euro an die Stadt zurück. Anhörungsrecht Nun gibt es also den Stadtseniorenrat wie ihn die älteren Isnyer gewählt haben. Das ist kein zweiter Gemeinderat, hat aber im Gemeinderat Anhörungsrecht. Außerdem finden regelmäßige Sprechstunden im Rathaus im Bürgerbüro statt.

Meistgelesen

Babys der Woche im Klinikum Kempten
Babys der Woche im Klinikum Kempten
Schüsse im Wald führen zu Großeinsatz der Polizei
Schüsse im Wald führen zu Großeinsatz der Polizei
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Der älteste Kemptener feiert 105. Geburtstag
Demokratie unter Beschuss
Demokratie unter Beschuss

Kommentare