Pfiat Di, Marlene!

Leiterin des Kindergartens Haldenwang in Ruhestand verabschiedet

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Die Kinder ihrer Gruppe überreichten „der Marlene“ jeweils eine gelbe Rose. Von einigen von ihnen gab‘s sogar ein Abschiedskuscheln dazu. Auch die Kleinen wurden beschenkt: Marlene Polenz hatte für jeden eine kleine Taschenlampe besorgt, „damit ihr immer den richtigen Weg im Leben findet“.

Haldenwang – Als Marlene Polenz 1969 ein Vorpraktikum im Kindergarten in der Kemptener Herrenstraße gemacht habe, habe sie sofort gewusst „Das ist es. Genau das will ich machen“, erinnert sie sich. 1993 wurde die gelernte Erzieherin zu ersten Leiterin des neu eröffneten Haldenwanger Kindergartens ernannt. Nachdem sie die Geschicke der Einrichtung fast ein Vierteljahrhundert gelenkt hatte, wurde die heute 64-Jährige Ende letzter Woche feierlich in den Ruhestand verabschiedet.

Ob es ihr nun recht war oder nicht: Ohne feierlichen Abschied durfte Marlene Polenz nicht gehen. Dazu waren auch Bürgermeister Josef Wölfle, sein Stellvertreter Matthias Amann, Hauptamtsleiter Christian Bader, der Elternbeirat, die ehemalige Leiterin der Haldenwanger Grundschule, Rita Heubuch (auch sie ging jüngst in den Ruhestand) und ihre Stellvertreterin Sabine Krippner, sowie die Leiterin des Börwanger Kindergartens, Claudia Fischer gekommen. 

„Marlene, Du wirst sehen, es ist gar nicht so schlimm, auch mal im Mittelpunkt zu stehen, versuchte Marlene Polenz‘ langjährige Kollegin und nun Amtsnachfolgerin Maria-Theresia „Leli“ Lemke diese schmunzelnd zu beruhigen. Tatsächlich machten alle Beteiligten die Verabschiedung ihrer langjährigen „Chefin, Kollegin, guten Freundin“ und Weggefährtin zu einer sehr warmherzigen, familiären Veranstaltung, bei der mit von Herzen kommenden, warmen Worten nicht gespart wurde.

Die Kleinen sangen „der Marlene“ ein paar herzige Lieder (darunter „Aber pfiat di, i hob di so gern“). Rathauschef Wölfle und Maria-Theresia Lemke würdigten ihren“ liebevollen Umgang mit unzähligen Kindern der Gemeinde“, ihre persönliche Zuwendung, Einsatzfreude, Kompetenz, Umsicht sowie ihr Organisationstalent und Verantwortungsbewusstsein. 

Es sei nicht zuletzt ihrem Wirken zu verdanken, dass die Kindertagesstätte heute einen guten Ruf habe. Polenz selbst sagte, der Abschied sei nicht leicht (bei dem eigens für sie komponierten Lied ihrer neun Kolleginnen, flossen dann auch ein paar Tränen), „aber ich freue mich auf die freie Zeit“. Diese werde sie beispielsweise mit Sport und Gartenarbeit ausfüllen.

Sabine Stodal

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