Die letzten Jahrhunderte vereint

Gänsehautmomente beim Weihnachtskonzert der Sing- und Musikschule

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Das Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Ulrich Köbl rundet das Weihnachtskonzert mit dem „Siegfried-Idyll“ von Richard Wagner ab.

Kempten– Am vergangenen Freitagabend war die Pfarrkirche St. Ulrich fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Sing- und Musikschule Kempten und nördliches Oberallgäu hatte zum Weihnachtskonzert geladen.

Dabei konnten sich die Zuhörer an musikalischen Werken namhafter Komponisten der letzten Jahrhunderte erfreuen, darunter Claudio Monteverdi, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Wagner.

Den Auftakt machten mit der lebhaften Ouvertüre „A Huntingdon Celebration“ des englischen Komponisten Philip Sparke und „Sweet Bells Fantasy“ vom Österreicher Martin Scharnagl zwei junge Musikstücke – gespielt vom Jugendblasorchester unter der Leitung von Thomas Frasch.

Bei den nächsten vier musikalischen Werken durch den Jugendchor, den Madrigalchor und das Collegium Vocale unter der Leitung von Anke Weinert-Wegmann mussten sich die Konzertgäste räumlich kurz orientieren, denn diese Werke wurden von der Empore aus vorgetragen. Darunter das bekannte Lied „Es ist ein Ros entsprungen“, bei dessen Darbietung durch die Solistin Franziska Frasch ein Gänsehautmoment garantiert war.

Die anschließenden drei Stücke interpretierten die Maxi-Strings, geleitet von Susanne Kühn. Dabei war auch das berühmte „Hallelujah“ von Leonard Cohen, arrangiert durch Robert Longfield. Es folgten die zwei Canzonetten „Du über alle Worte“ und „Strahlen“ von Claudio Monteverdi, das Werk „Whispering Woods“, von Elia Albrecht am Marimbaphon vorgetragen, ein Allegretto für ein Streichquartett nach der Polka aus dem Ballett „Das goldene Zeitalter“ sowie die durch ein Klarinettentrio gespielten Musikstücke „Larghetto“ und „Menuetto“ von Wolfgang Amadeus Mozart.

Abgerundet wurde das über 90-minütige Konzert durch das mit Abstand längste Werk, das „Siegfried-Idyll“ von Richard Wagner. Das Jugendsinfonieorchester hatte das Werk seit September einstudiert. „Wagner komponierte das Werk heimlich für seine Frau Cosima als Geburtstagsgeschenk am ersten Weihnachtsfeiertag im Jahre 1870“, erklärt Ulrich Köbl, Leiter des Orchesters. Vorab begeistert die Entstehungsgeschichte hinter dem Werk. Nachdem der letzte Ton verstummt war, folgte minutenlang anhaltender Applaus. Manche Konzertbesucher standen auf, um die Arbeit der Akteure zu würdigen.

Dominik Baum

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