Ein Lichtblick in der Krise

Nur wenig Positives hatte Stadtkämmerer Kai Welzig jüngst im Haupt- und Finanzausschuss (der KREISBOTE berichtete) zu vermelden – genau genommen war es sogar nur eine erfreuliche Neuigkeit, die der oberste Kassenwart parat hatte: Die Stadt Kempten hat im vergangenen Jahr 10,3 Millionen Euro mehr „eingenommen“ als im Haushalt 2008 ursprünglich eingeplant. Dazu kommen weitere 900000 Euro, die innerhalb des Verwaltungsbetriebs eingespart werden konnten.

Ursache für den unvorhergesehenen Geldsegen zum Ende des vergangenen Jahres sind vor allem höhere Einnahmen bei der Gewerbesteuer (plus 2,35 Millionen), der Einkommenssteuer (plus 2,11 Millionen) und den Schlüsselzuweisungen (plus 2,83 Millionen) sowie Nachzahlungen bei Hartz IV (plus 0,85 Millionen). Dazu kommt, dass im laufenden Verwaltungsbetrieb 900000 Euro weniger als veranschlagt ausgegeben wurden. Alles in allem führt das zu einer Verbesserung in Höhe von 11,2 Millionen Euro, die zusätzlich in den Vermögenshaushalt überwiesen werden sollen, wie der Stadtkämmerer jetzt zu Protokoll gab. Doch auch im Vermögenshaushalt hat sich entgegen den ursprünglichen Berechnungen etwas getan – insgesamt fehlen 360000 Euro im Vergleich zum ursprünglichen Ansatz. Dazu kommen Mehrausgaben in Höhe von 2,14 Millionen, was insgesamt zu einem Loch von 2,5 Millionen Euro führt, so Welzig. Allerdings kann das Loch nun aber durch die außerplanmäßigen Mehreinnahmen abgedeckt werden. Darüber hinaus können so die immer noch nicht eingeplanten 8,7 Millionen Euro in die Rücklage der Stadtkasse verschoben werden. „Und das Geld werden wir noch dringend brauchen“, prophezeite OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) den Stadträten im Haupt- und Finanzausschuss angesichts der neuesten Zahlen zum Steueraufkommen in den kommenden Jahren (siehe dazu eigener Bericht auf Seite 3 dieser KREISBOTEN-Ausagabe).

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