Gute Haushaltslage

Investitionen setzen Impulse

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Die Rasenpflege im Stadion könnte in Zukunft ein Mähroboter übernehmen.

Lindenberg – Erstmals tagten vor kurzem Bauausschuss und Haushaltsausschuss in Lindenberg gemeinsam, um die Investitionen für 2013 zu beraten. Das soll die Beschlussfassung für den Haushalt beschleunigen.

Die große Abstimmung über den Haushalt ist diesmal bereits im März vorgesehen. Ein Überblick über die Investitionen des Jahres 2013 zeigt, was Lindenberg auf den Rippen hat: Eine Stadt, die investiert, für Aufträge sorgt und ein wichtiger Impulsgeber für die Wirtschaft ist. Das oft diskutierte Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr soll in diesem Jahr beschafft werden, 105 000 Euro sind dafür eingeplant. Ferner ist eine Abgasabsauganlage in der Halle, in der auch Spinde stehen, notwendig. Die karzinogenen Abgase der Dieselfahrzeuge sollen beim Anfahren abgesaugt werden. Zudem ist die Heizung erneuerungsbedürftig. Der jetzige Kessel ist 32 Jahre alt. Nun wird an ein Mini-Blockheizkraftwerk gedacht. Insgesamt 155 000 Euro sind für das und andere Maßnahmen im Feuerwehrhaus zu berappen. An der Grundschule soll das Außentreppenhaus am Hort ein Dach erhalten. Bisher wird der Schnee dort festgetreten und macht das Begehen daher schwierig. Kostenpunkt für die Maßnahme: 32 000 Euro. Für das Kulturzentrum sind zwei Millionen Euro Baukosten und 850 000 Euro Einrichtungskosten für die Huterlebniswelt vorgesehen. An Zu- schüssen fürs Kulturzentrum sollen 2013 bereits 1,5 Millionen Euro eingehen. Der Verkauf des ehemaligen Alten- heim-Geländes wird zur Finanzierung des Kulturzentrums dienen. Die Stadt rechnet mit entsprechenden Erlösen. Aber auch sonst betreibt die Stadt Baulandvorsorge: Für circa eine Million Euro sollen Grundstücke gekauft, für 2,4 Millionen Euro andere Flächen verkauft werden. Für die neue Kinderkrippe in der Lauenbühlstraße ist noch die Restfinanzierung zu leisten: 600 000 Euro, wobei 408 000 Euro an Zuschüssen eingehen. 

Neuer Mähroboter? 

Nachdem in den vergangenen Jahren viel für den Sport investiert wurde, stehen für 2013 nur einige Details an: ein Mähroboter fürs Stadion für 15 600 Euro ist vorgesehen. Stadtrat Ludwig Gehring (CSU) prangerte bei diesem Punkt an, dass bei Mährobotern erhebliche Folgekosten entstehen. Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann setzte allerdings dagegen, dass mit erheblichen Personaleinsparungen fürs Mähen zu rechnen sei. Josef Kraft (CSU) regte an, zum Vergleich auch ein Mäh­angebot von Fremdfirmen einzuholen. Weitere Gelder fließen 2013 im Sportbereich unter anderem für das Flutlicht fürs Fußballfeld im Stadion, das verbessert (12 000 Euro) werden soll. Des weiteren soll ein mobiles Fußballtor für 2300 Euro angeschafft werden. Beim Hallenbad sind 56 000 Euro für einen Schwallwasserbehälter vorgesehen. Im Kiosk- und Sauna-Eingangsbereich zieht es, weil die alte Lüftungsanlage sich nicht stufenlos regeln lässt. Regelbare Lüftungsmotoren mit Wärmerückgewinnung kämen auf 29 000 Euro. Dies löste eine Grundsatzdiskussion aus. Gehring stellte die Frage, ob es Sinn macht, da immer wieder Geld reinzustecken, wenn vielleicht in etlichen Jahren eine grundlegende Sanierung anstehe und dann alles rausgerissen werde. Helmut Böller von der SPD erklärte, diese Maßnahme müsse dringend gemacht werden, wolle man die Gäste in der Sauna behalten. Christoph Wipper (CSU) meinte, diese Ersatzmaßnahme mache keinen Sinn. Und FW-Fraktionssprecher Dr. Friedrich Haag stieß ins selbe Horn. Für 2014 und 2015 sei eine halbe Million Euro fürs Hallenbad vorgesehen: „Wir sollten ein Gesamtkonzept erarbeiten.“ Für zwei Baugebiete sind Erschließungsmaßnahmen erforderlich. Für das neue Wohngebiet Nadenberg-West sind 335 000 Euro vorgesehen, ferner 50 000 Euro Planungsansatz für das Gebiet am Gierenbach (zwischen Sedanstraße, Martinstraße und Gymnasium). Für Gehwege an der Staufener Straße, die saniert wird, hat die Stadt mindestens 452 000 Euro zu berappen, für die Erneuerung des Laubachweges 162 000 Euro. Ferner werden Querungshilfen und Busbuchten in der Blumenstraße geplant, ob das 2013 umgesetzt wird, ist unwahrscheinlich. Jedenfalls sind 50 000 Euro eingestellt. Für Glasfaserkabel in den Straßen hat die Stadt 75 000 Euro in petto. Stromsparende LED-Straßenleuchtensollen für 180 000 Euro eingebaut werden. Eine geplante Sonnenuhr für den Stadtplatz wurde gestrichen. Der Platz dafür fehle. Die Stadt will als neues Dienstfahrzeug ein Elektroauto anschaffen, 25 000 Euro sind dafür vorgesehen. Die öffentliche Tiefgarage ist zu sanieren. Im Fahrbahnbereich ist die Beschichtung weg und es dringt Salz ein. Die damals eingebaute Verdunstungsrinne war zwar kostengünstig, führt aber das anfallende Schnee- und Salzwasser der Autos nicht ab. Kostenaufwand 500 000 Euro. Ein Wohnmobilstellplatz könnte am Hallenbad verwirklicht werden. Die Stadt hat 2013 dafür 100 000 Euro vorgesehen. Am alten Friedhof soll der Parkbereich mit Rondell, Brunnen, Bank, Einfriedung im Westteil verwirklicht werden: für 2013 sind 129 000 Euro eingeplant, die Stadt erhält dafür 65 000 Euro an Zuschuss. 

Neue Fahrzeuge 

Der Bauhof, der zum Teil mit recht alten Fahrzeug- und Gerätepark hantieren muss, hat Nachholbedarf: einen Ersatz für den Unimog, einen neuen Radlader als wichtigstes Fahrzeug für Winterdienst und einen Klein-Lkw, insgesamt muss die Stadt 231 000 Euro ausgeben. Kleinere Maßnahmen und Erneuerungen werden über den Verwaltungshaushalt abgewickelt. Dort summieren sich die Aufwendungen auf fast 750 000 Euro. Das reicht von Bauunterhalt und Malerarbeiten (etwa in der Grundschule) über Dünger und Unterflurhydranten für Sportplätze, über Schneeabtransportkosten aus der Innenstadt bis hin zu Erneuerung von Spielplätzen, etwa eine Nestschaukel für den Spielplatz Badstraße, Kinderschaukel und Kinderrutsche auf dem Spielplatz Lauenbühlstra-ße. Außerdem soll dort wieder die Hügelrutsche entstehen. cut

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