"Lions meets Rollies" – ein Projekt des Lions Clubs Kempten-Buchenberg

Gelebte Inklusion

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Über die fünf Kilometer machten sich beim Laufsporttag zahlreiche Teammitglieder von „Lions meets Rollies“ auf den Weg. Mit dabei auch Dr. Johannes Huber, Präsident des Lions Clubs Kempten-Buchenberg (ganz links am Bildrand).

Kempten – Wer am vergangenen Sonntag beim Kemptener Laufsporttag mitgemacht oder zugeschaut hat, konnte sie nicht übersehen – die vielen gelben Laufshirts mit der Aufschrift „Lions meets Rollies“. „Lions meets Rollies“ ist ein Inklusionsprojekt des Lions Clubs Kempten-Buchenberg. Durch das Mitwirken beim Laufsporttag erhofft sich der Club auch heuer wieder eine Spendensumme von circa 5000 Euro, die für die Special Olympics und regionale Projekte für Menschen mit Behinderung eingesetzt werden.

Entstanden ist das Projekt vor etwa acht Jahren durch eine gemeinsame Idee von Hans Jürgen Böhm, „Lions meets Rollies“-Beauftragter des Lions Clubs und Organisator des Spendenlaufs, und Christian Graf. „So richtig als Inklusionsprojekt läuft ‚Lions meets Rollies’ seit drei, vier Jahren“, berichtete Böhm am Rande des Laufsporttags dem Kreisboten. So entwickeln konnte sich das Projekt nur durch die „fruchtreiche, langjährige Zusammenarbeit mit dem Verein für Körperbehinderte Allgäu und dessen Geschäftsführer Reinhold Scharpf mit der Verfolgung des gleichen Zieles – Inklusion im täglichen Leben umzusetzen“.

Der Lions Club begleitet die Rollies aber nicht nur bei Laufveranstaltungen. Auch ein Theaterprojekt und eine Tanzvorführung auf der Allgäuer Festwoche mit Rollies und Schülern der Mittelschule auf dem Lindenberg wurden bereits initiiert. Unterstützung erfahren auch Rolli-Basketballer mit und ohne Behinderung.

Beim Laufsporttag am Sonntag waren über 150 Läufer, Rollies und Begleiter für das Projekt am Start, darunter viele Mitarbeiter und Rollies vom Verein für Körperbehinderte, Schülerinnen und Schüler der Lindenbergschule sowie viele Lions und Freunde. Auch prominente Unterstützer wie Verena Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, und DOSB-Präsident Alfons Hörmann unterstützen das Projekt. Die von Geburt an blinde zwölfmalige Paralympics-Siegerin Bentele lief am Sonntag nach 2013 zum zweiten Mal zusammen mit Böhm den Halbmarathon in Kempten in einer Zeit von 1:52 Stunden. Als Behindertenbeauftragte unterstützt sie das Projekt natürlich doppelt gerne. „Das ist ein tolles Inklusionsprojekt, für eine solche Sportveranstaltung mit so viel Atmosphäre an der Strecke perfekt“, meinte sie. In ihrem Job gehe es schließlich tagtäglich um die Möglichkeit, Menschen mit Behinderung überall teilhaben zu lassen. „Die Teilnahme von Alfons Hörmann und Verena Bentele für unser Team zeigt die Bedeutung des Themas Inklusion und gibt uns den Ansporn uns auch in Zukunft dafür einzusetzen“, so Dr. Johannes Huber, derzeitiger Präsident des Lions Clubs Kempten-Buchenberg. Die erhoffte Spendensumme in Höhe von 5000 Euro kann, wie der Spendenlauf-Organisator betont, natürlich auch nur durch die tatkräftige Hilfe von Unterstützern wie ABT, AOK, Seitz Autohäuser, Sparkasse Allgäu und Laufsport Saukel erreicht werden.

Bisher erfährt das Projekt jedes Jahr einen größeren Zulauf. Wer Lust hat mitzumachen, egal ob mit Behinderung oder ohne, kann sich beim Lions Club Kempten-Buchenberg (www.lions-buchenberg.de) melden oder direkt bei Hans Jürgen Böhm unter boehmhansjuergen@t-online.de.

Von Melanie Läufle

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