Veränderte Vorschriften

Lockerungen erleichtern Gottesdienste in der Kirche und im Freien

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Kempten – Das Generalvikariat des Bistums Augsburg hat die aktuellen diözesanen Bestimmungen zur Feier von Gottesdiensten sowie zum Publikumsverkehr in Pfarrheimen den veränderten staatlichen Vorschriften während der Corona-Pandemie angepasst.

So müssen unter anderem Gottesdienstbesucher keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr tragen, solange sie sich an ihrem Platz befinden. 

„Wir Christen nehmen in Dankbarkeit wahr, dass die Infektionen im Allgäu gegen Null gehen“, erklärt Dekan Bernhard Hesse. Kempten sei seit acht Wochen coronafrei, so der Geistliche. „Daher sind diese Lockerungen sinnvoll und nötig.“ Diese Regelung gilt sowohl für den Kircheninnenraum als auch für Gottesdienste unter freiem Himmel, zu denen ab sofort bis zu 200 Personen zugelassen sind. Außerdem wurde der Mindestabstand bei Gottesdiensten auf eineinhalb Meter reduziert und die Emporen dürfen geöffnet werden. Dadurch finden mehr Menschen Platz in den Kirchen. Die Lockerungen erlauben außerdem die Wiederaufnahme des bislang stark eingeschränkten Ministrantendienstes. Die nach dem Schutzkonzept geltende Abstandsregel von eineinhalb Metern ist dabei einzuhalten, das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung ist verpflichtend. Die Begrenzung der Gottesdienstdauer auf 60 Minuten wurde zudem aufgehoben.

Dekan Hesse sei aufgefallen, dass viele Menschen regelrechte Angst vor einer Infektion hätten. „Vorsicht ist gut, aber Angst ist immer ein schlechter Ratgeber“, so der Seelsorger. Daher sehe er es als seine Aufgabe an, die Menschen aus der Angst herauszuführen. Auch Gruppenstunden etwa für Kommunionkinder oder Ministranten können wieder stattfinden, da Treffen von bis zu zehn Personen aus verschiedenen Haushalten wieder zugelassen sind. Die Regelungen für Hochzeiten, Versammlungen sowie private Feiern wurden ebenfalls gelockert. Grundsätzlich sind diese wieder mit bis zu 50 Gästen innen und bis zu 100 Gästen im Freien erlaubt. 

Außerdem sind Chorproben mit einem Mindestabstand von zwei Metern und einer Begrenzung der Probendauer möglich. Theateraufführungen und -proben in Pfarrheimen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Sitzplätzen mit bis zu 100 Besuchern in Innenräumen und mit bis zu 200 Besuchern im Freien sind zugelassen. Nach Auskunft des Bayerischen Gesundheitsministeriums sind für die jetzt bis zu 200 Teilnehmer an Gottesdiensten im Freien insbesondere das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung sowie das Einhalten eines Mindestabstands von eineinhalb Metern verpflichtend. Pfarrfeste sind weiterhin nicht erlaubt. In den diözesanen Ausführungsbestimmungen wurde die Konzelebration, also der gemeinsame Vollzug einer heiligen Messe mit mehreren Priestern, untersagt. In Ausnahmefällen, beispielsweise bei Priesterjubiläen oder -verabschiedungen, kann diese Regel unter Einhaltung der Hygiene-Vorschriften geöffnet werden. Das Schutz- und Hygienekonzept für Pfarrheime wurde ebenfalls aktualisiert und ist in einer Tabelle mit Ampelsystem in den Pfarreien einsehbar. 

Sabine Vestpohl-Nitsche

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