Lösung in Sicht

Einer Lösung der Raumnot an der Staatlichen Realschule ist der Schul- und Kulturausschuss in der vergangenen Woche näher gekommen. Wie Schulreferent Benedikt Mayer erläuterte, sind neben den bereits vorliegenden Standortvorschlägen sieben weitere Varianten für eine durch Etagen erweiterbare Mensa untersucht worden. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für einen Anbau an die Aula der Realschule in Richtung Eberhardstraße aus. Laut Mayer können damit sowohl Realschule als auch Wittelsbacherschule „gut zurecht kommen“.

Ein entscheidendes Kriterium dabei war, dass der Anbau bei Bedarf nach oben hin für zusätzliche Klassenzimmer aufgestockt werden kann. Diese Variante ermögliche eine von beiden Schulen gemeinsame Nutzung der Aula und der Mittagsbetreuungsräume, erläuterte Mayer. Die Anbindung im ersten Obergeschoss an einen dort vorhandenen Flur sei problemlos machbar und für die Mensa im Erdgeschoss seien bereits Toiletten vorhanden. Entstehen sollen dort 120 Sitzplätze, eine Verteilküche und Lagerräume. Hohe Flexibilität Im Übergang zwischen derzeitiger Aula und künftiger Mensa soll die bestehende Bühne durch eine mobile Bühne ersetzt werden, sodass beide Räume getrennt oder zusammengefügt verwendet werden können. Wermutstropfen dabei: Für sportliche Aktivitäten wird die Aula künftig kaum noch nutzbar sein. Mit der neuen Turnhalle an der Suttschule biete die dadurch geringere Belegung der Turnhalle am Königsplatz allerdings Kompensationsmöglichkeiten. „Eine Kröte wird man immer schlucken müssen“, zeigte sich Thomas Kiechle (CSU) von der Lösung insgesamt begeistert, die auch ein „hohes Potential an Gestaltungsmöglichkeiten“ für die Festwoche biete. Die Kosten bei einer sofortigen oder späteren Aufstockung wollte Alexander Hold wissen, der den Bedarf dafür bereits als „absehbar“ einstufte. Wie OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) meinte, soll „wenn die Schülerzahlen für 2011 feststehen“, also spätestens im Herbst diesen Jahres, entschieden werden, ob es zwei Stockwerke oder nur ein Erdgeschoss mit einem Obergeschoss gebe. Schulrat Hans Fasser bat darum, „Nägel mit Köpfen zu machen“, da die maximale Lösung jetzt „mit Sicherheit schon bald wieder zu klein ist“. Schätzungsweise 1,44 Millionen Euro werde die Umsetzung der Planung ohne Aufstockung kosten, kündigte Mayer an. Abzüglich der Fördergelder in Höhe von 700000 Euro verblieben der Stadt 750000 Euro an Kosten. Bei einem zusätzlichen Geschoss müsse mit insgesamt knapp 2,5 Millionen Euro gerechnet werden, wovon 950000 auf Fördermittel entfielen und die Stadt 1,09 Millionen Euro aufwenden müsse. Baubeginn soll im September 2011 sein.

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