"Losamol" sagt Danke

Mit "Retter in der Not"-Aktion werden Rettungskräfte in den Fokus gerückt

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Auch beim BRK ist Losamol mit einem eigens für sie getexteten Song aufgetreten.

Kempten – Es waren einmal … zwei Musiker, die sich nicht kannten. Die, jeder für sich, einen Reggae im Allgäuer Dialekt schrieben und sich über Umwege kennenlernten.

Sie fanden sich sympathisch und Losamol war geboren. Mit Martin Folgmann und Benjamin Schehl hatte die Erfolgsgeschichte der heute elfköpfigen Band 2011 ihren Anfang genommen. Für diesen Erfolg möchten sich die Jungs mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, nun bedanken. 

Sie rücken mit ihrer Aktion „Retter in der Not“ diejenigen ins Rampenlicht, deren ehrenamtliches Engagement allzu oft als selbstverständlich hingenommen wird. Viel zu selten sagt man unseren Rettern „Danke“. 2011 landete das Duo mit dem Lied „Nauf auf die Bank“ DEN Festwochenhit, der innerhalb kürzester Zeit buchstäblich in aller Munde war und auf Youtube unzählige Klicks verzeichnete. Auf die Frage, wie es jetzt weitergeht, sagte Benny damals im Gespräch mit dem Kreisbote „Wir machen uns keine großen Illusionen. Wir sind offen für alles und wollen so viel wie möglich mitnehmen.“ Die Band, die mit elf Mann heute genau „da angekommen ist, wo sie immer hinwollte“, hat seitdem so einiges mitgenommen bei ihren Auftritten in unter anderem Stuttgart, Wien, Hamburg und Karlsruhe. In Hamburg ernteten die Musiker neben den im Original vorgetragenen Liadle auch für ihre live gesungenen, hochdeutschen „Untertitel“ begeisterten Applaus. 

Einen umjubelten Auftritt hatten sie 2018 zur besten „Sendezeit“ vor 45.000 Zuschauern in Karlsruhe beim Festivalwochenende „Das Fest“. „Das war Wahnsinn“, erinnert sich Folgmann an den eindrucksvollen Gig. Jetzt wollen die Jungs etwas zurückgeben. Denn, so Folgmann, „seit 2011 geht’s immer nur bergauf. Das ist nicht selbstverständlich und wir wissen nicht, wo die Reise hingeht.“ So verdichtete sich die Vorstellung, allen Rettungskräften „Dankschee“ zu sagen für deren immense Leistung für die Allgemeinheit. „Wenn Leute anderen Leuten helfen, ganz ohne dafür Geld zu bekommen, das finde ich faszinierend.“ Verantwortlich für die Idee zur Online-Sendung „Retter in der Not“ ist eigentlich Vater Manfred Folgmann. Er hat jahrelang beim Roten Kreuz gearbeitet und unzähligen Menschen in mitunter schlimmen Lebenslagen geholfen. 

„Er hat schon so viel Gutes getan und ich noch viel zu wenig“, sagt der – unter anderem – Texteschreiber von Losamol. Ansporn genug, die Möglichkeiten und die Reichweite der Band zu nutzen und ehrenamtlichen Helfern und ihrer Leistung die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihnen gebührt. Das Konzept ist einfach: Die Band besucht die Retter in deren Räumlichkeiten und singt mit ihnen ein von Losamol individuell auf sie gemünztes Lied. Die Aktion wird gefilmt und in Verbindung mit einem Gewinnspiel auf der Facebookseite von Losamol, Instagram und Youtube veröffentlicht. Die erste Online-Sendung mit dem Roten Kreuz in Pfronten zum Beispiel erreichte innerhalb von nur fünf Tagen 140.000 Menschen. Außerdem bekommt die Institution 1000 CDs mit einem eigens dafür designten Cover, die den „Retter-Song“ enthält und obendrauf die bekanntesten Gassenhauern von Losamol. 

Bei einem Tag der offenen Tür kann die jeweilige Einrichtung mit dem CD-Verkauf also auch noch ihr Konto aufbessern. „Das ist quasi unsere Spende on top“, führt Folgmann aus. Neben dem BRK Pfronten schlug Losamol mit der Aktion „Retter in der Not“ schon bei der Freiwilligen Feuerwehr Lauben/Heising und beim THW-Ortsverband Sonthofen auf. Der nächste Gig ist bereits in trockenen Tüchern, und zwar wird dieser mit den Johannitern stattfinden. 

Für 2019 hat die Band neben anderen Terminen zudem eine große Retterparty für Ehrenamtliche auf dem Schirm. Denn viel zu selten sagt man unseren Rettern „Danke“. Einrichtungen, die tagtäglich fürs Allgemeinwohl unterwegs sind und Interesse an der Aktion „Retter in der Not“ haben, dürfen sich gerne mit Losamol unter info@losamol.de in Verbindung setzen.

kb

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