Lust statt Frust beim Lernen

Ehrung der Jahresbesten bei der Freisprechungsfeier: Mit den Ausgezeichneten freuen sich Jürgen Schmid (v.l.), Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Anton Klotz, stellvertretender Landrat Oberallgäu, und Kemptens Bürgermeister Josef Mayr sowie (rechts) Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten. Foto: prb

Was ist Glück? Mit dieser Frage befasste sich Kreishandwerksmeister Hans-Peter Hartmann anlässlich der Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft Kempten im Kornhaus. „Glück ist“, so der Kreishandwerksmeister, „weder großes Ansehen, noch hoher Lebensstandard, sondern Glück ist, wenn das Leben gelingt“. Und wie kann man das erreichen? Auch hierfür konnte Hans-Peter Hartmann den 102 Junggesellen/-innen, die an diesem Abend freigesprochen wurden, gute Ratschläge mit auf ihren Berufsweg geben: Lust statt Frust müsse die Devise sein, Lust auf Leistung sei ein Beitrag zum Glück.

Wie Hans-Peter Hartmann dazu erklärte, haben Wissenschaftler schon längst herausgefunden, dass die Menschen glücklich werden, die Leistungsziele erreichen, die sie sich selbst gesetzt haben und die ihren Neigungen entsprechen. Wenn man etwas gerne mache, dann mache man es auch gut und es gehe leicht von der Hand. Die jungen Handwerker/-innen sollten daher alles vermeiden, was dazu führe, zwei verschiedene Leben zu führen: ein lustloses, lediglich zum Geldverdienen, und ein zweites in der sogenannten „Freizeit“. Eine weitere Empfehlung, die der Kreishandwerksmeister den jungen Leuten für ihren weiteren Berufsweg gab, lautete: „Bauen Sie auf Bildung!“ Bildung sei überhaupt der Schlüssel zum Gelingen des Lebens. Wichtig seien auch Visionen: „Verlieren Sie nie Ihre Träume und Ziele aus den Augen“, so Hans-Peter Hartmann. Weiter sagte er: „Glücklich sein hängt nicht davon ab, dass wir bekommen, was wir nicht haben, sondern davon, dass wir nutzen, was wir haben.“ "Das ist wichtig" Die beruflichen Chancen für junge tüchtige Gesellen/-innen seien zur Zeit sehr gut, konnte der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, Jürgen Schmid, berichten. Wer über Qualifikation, Können und Tüchtigkeit verfüge, sei eine gesuchte Kraft. Wobei, so der Präsident, es nicht entscheidend sei, der Beste zu sein, sondern dass man bereit sei, sein Bestes zu geben. „ Sich einlassen auf die Aufgaben, die Ihnen gestellt werden und auch einmal die Zähne zusammen zu beißen und einen beschwerlicheren Weg gehe, das ist wichtig“, so Schmid. Das Handwerk führe heute sehr anspruchsvolle Tätigkeiten aus. Daher heiße es für die Handwerker/-innen nicht stehen zu bleiben, ständig nach neuen Wegen zu suchen und sich für neue Entwicklungen, Techniken oder Materialien zu interessieren. Lernen für die Zukunft Anton Klotz (CSU), stellvertretender Landrat des Landkreises Oberallgäu, der auch im Namen der Stadt Kempten den Freigesprochenen gratulierte, betonte ebenfalls die Bedeutung einer ständigen Weiterbildung. Die Junggesellen/-innen seien mit ihrem Lehrabschluss zu echten Fachleute geworden. Jetzt gelte es, alle Herausforderungen der Zukunft mutig anzunehmen und jede Chance zur Weiterbildung zu nutzen. „Lebenslanges Lernen, Flexibilität und Initiative sind die Erfolgfaktoren für Sie und unsere Allgäuer Wirtschaft“, betonte Anton Klotz. Im Rahmen der feierlichen Freisprechungsfeier konnten insgesamt zehn Jahresbeste ausgezeichnet werden. Diese Ehrung sowie die Überreichung der Gesellenbriefe wurden von Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kempten, moderiert.

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