Aus alt mach neu

Könnte ein kleines Parkhaus in der Prälat-Götz-Straße Parkplätze auf dem neu gestalteten Hildegardplatz in Zukunft überflüssig machen? Nach Ansicht von Stadtrat Bruno Steinmetz (FDP) wäre das eine Möglichkeit. Wie er am vergangenen Mittwoch im Rahmen eines Bürger-Gesprächs in Lenzfried erklärte, habe er die Hochgarage schon vor Jahren vorgeschlagen. 2001 dachten Stadtverwaltung und Sozialbau tatsächlich über ein Parkhaus an dieser Stelle nach, wie Baureferentin Monika Beltinger auf Nachfrage des KREISBOTE bestätigte.

Wie Beltinger berichtet, habe man Anfang des Jahrzehnts über den Bau eines solchen Parkhauses nachgedacht, um die Parkplatzprobleme in der Stiftstadt zu lösen und für die Besucher des Kornhauses und des Haus Hochland Parkplätze zu schaffen. Die Verwaltung habe sich mit der Frage befasst, ob sich ein Parkhaus mit ungefähr 100 Stellplätzen städtebaulich mit der historischen Stiftstadt verträgt. Die Sozialbau habe sich als möglichen Betreiber ins Gespräch gebracht und sogar Konzeptentwürfe anfertigen lassen. Laut Beltinger hätte der seinerzeit favorisierte Planungsentwurf das direkt unterhalb der Fürstenstraße gelegene Parkhaus in zwei miteinander verbundene Gebäude geteilt, um es weniger voluminös erscheinen zu lassen. Die Bürger hätten die Idee jedoch trotzdem „sehr kritisch beurteilt“. Auch habe die Sozialbau letztendlich an der Wirtschaftlichkeit des Projekts gezweifelt. Steinmetz erklärte, dass seinerzeit die Stiftstadtfreunde gegen den Plan Sturm gelaufen seien. Sie hätten befürchtet, das Parkhaus könne den Blick auf die Basilika von der Fürstenstraße aus verdecken. Dabei habe er damals vorgeschlagen, das Parkhaus nur bis auf das Niveau der Fürstenstraße zu bauen. Letztlich kam es nur zu dem heute noch bestehenden Parkplatz. Anleihe aus Wiggensbach 120 Parkplätze weist die Planungsvariante, die eine Sanierung des Hildegardplatzes ohne Tiefgarage vorsieht, auf. Vor allem an den 35, die auf der Fläche des Platzes selbst vorgesehen sind, stören sich die Liberalen. Die könnte man in das Parkhaus auslagern, der Weg zum Kornhaus wäre von dort aus auch nicht weit, so die Idee von Stadtrat Steinmetz. Vorteile eines Parkhauses wären, dass es gegenüber einer Tiefgarage weniger Belüftung und Beleuchtung erfordere. Eine Idee aus Wiggensbach würde er dann aufgreifen wollen. In dem kleinen Parkhaus hinter dem Gasthaus „Zum Kapitel“ könne man sonntagvormittags kostenlos parken – ein Service für die Kirchgänger, die jeden Sonntag auch zur Lorenzkirche strömen.

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