Das geheimnisvolle Land Oz wartet….

Märchensommer Allgäu: Die heiße Probephase für "Der Zauberer von Oz" hat begonnen

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Hoch her geht es dieses Jahr wieder beim Märchensommer auf der Burghalde. Der Blechmann (Antonia Welke, Mitte), die Vogelscheuche (Patrizia Unger, links) und Dorothy (Corinne Steudler) wirbeln in „Der Zauberer von Oz“ über die Bühne.

Kempten – Der Märchensommer Allgäu 2019 wirft seine Schatten voraus. Bei einer Pressekonferenz gab es letzten Montag bereits einen kleinen Vorgeschmack auf den „Zauberer von Oz“, den es vom 10. Juli bis 18. August auf der Burghalde zu sehen gibt.

Das Theater in Kempten hat sich in Kooperation mit Kempten Tourismus und dem Verein Märchensommer Wien für dieses Jahr wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Auf dem Programm steht eine Inszenierung des Kinderbuchklassikers „Der Zauberer von Oz“.

Das Bühnenstück, unter Regie der Theaterdirektorin Silvia Armbruster und der musikalischen Leitung des Komponisten Thomas Killinger verspricht eine amüsante, bunte Open-Air-Aufführung auf der Burghalde Kempten, die Groß und Klein verzaubern möchte. Der Text stammt von Michaela Riedl-Schlosser, angelehnt an die weltbekannte Erzählung des Amerikaners Lyman Frank Baum aus dem Jahr 1900 mit dem Originaltitel „The Wonderful Wizard of Oz“ . Viele US-Amerikaner sind mit der Geschichte aufgewachsen. Die erste deutsche Übersetzung erschien 1940 in der Schweiz. Zum Bekanntheitsgrad der Erzählung trugen unter anderem die vielen Verfilmungen bei, Weltruhm erlangte sie dann spätestens 1939 durch den Hollywood-Film mit Judy Garland als Dorothy.

Das moderne Märchen erzählt eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen und das Füreinander-einstehen. Das tapfere Waisenmädchen Dorothy wird durch einen Wirbelsturm in das geheimnisvolle Land Oz geschleudert. Dort begegnet es guten und bösen Hexen, kleinen Munchkins, einer Vogelscheuche, die statt Stroh im Kopf gerne Verstand hätte, einem Blechmann ohne Herz, der wünschte, wieder lieben zu können und einem kleinen feigen Löwen, der gerne mutig wäre.

Dorothy muss allerlei Abenteuer bestehen. Um den Weg zurück nach Hause zu finden, bittet sie den Zauberer von Oz, der in der Smaragdstadt lebt, um Hilfe. Er verspricht, jedem von ihnen zu helfen, doch dazu müssen sie drei Aufgaben lösen…. – so viel sei verraten, auch die Zuschauer können aktiv miträtseln.

Dorothy wird gespielt von Corinne Steudler, die bereits letztes Jahr als Raupe Nimmersatt in der Aufführung „Alice im Wunderland“ zu sehen war. In der kleinen Kostprobe zeigte sie durch Gestik und einer dialektfreien Aussprache die besondere Rolle von Dorothy. Steudler ist schauspielerisch vielseitig und eine leidenschaftliche Tänzerin, sagt Silvia Armbruster. Sie choreographiert auch die Lieder im Bühnenstück, nicht nur mit den erwachsenen Sängerinnen, sondern mit 95 Kindern, die als kleine Munchkins mitwirken.

Die Kinder haben in dem Märchentheater viele tänzerische Aufgaben. Sie sind hochkonzentriert bei den Proben, bestens vorbereitet und haben schon eine gewisse Professionalität entwickelt, erklärte die künstlerische Leiterin. Patrizia Unger, eine gebürtige Rosenheimerin, die letzte Woche für ein Jahresengagement an das Landestheater Salzburg berufen wurde, bespielt die Vogelscheuche mit herrlich bairischem Dialekt. Auch sie war bereits letztes Jahr als Alice I auf der Burghalde zu sehen.

Den Blechmann mimt Antonia Welke mit unverkennbarem Berliner Dialekt. Sie hinterließ 2015/2016 bei ihrem Gastspiel in Kempten einen Eindruck und übernimmt nun ihre erste Rolle für das Theater in Kempten, beschrieb Armbruster Welkes beruflichen Werdegang. In die Figur des kleinen, verängstigten Löwen schlüpft Nadine Schneider und zeigt ihre sensible Seite – einen feigen LöweN mit französischem Dialekt. Sie ist vielen Kemptenern durch ihre witzigen und einfallsreichen Auftritte im Improtheater ein Begriff. Für Silvia Armbruster beherrscht sie die Kunst der präzisen Wiederholungen perfekt. Auch sie war bereits beim letzten Märchensommer Allgäu dabei.

Die gute Hexe Glinda und die böse Hexe des Westens werden gespielt durch Stephanie Marin und die Rolle des großen Munchkin übernimmt Maria Grekova. Dem Zauberer von Oz, der dargestellt wird von Birgit Reutter, werden zwei Stoffpuppen als Gefährten zur Seite gestellt, den Kasperl und das Krokodil, die die Interaktion mit den Kindern im Publikum herstellen sollen. Die märchenhafte Geschichte wird von einem geheimnisvollen Bühnenbild umrahmt, dass bereits als Modell in Miniaturform betrachtet werden konnte, es soll die räumliche und zeitliche Handlung abbilden – die Smaragdstadt, Heimat des Zauberers von Oz und den Weg dorthin mit verschiedenen Abzweigungen, die symbolisch für die unterschiedlichen Herausforderungen stehen. Bei Regen ist das Stadttheater Kempten als Ausweichort vorgesehen mit Zeichnungen, die an die Bühnenwand projiziert werden – als Indoor-Variante.

Christine Reder

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