Mammutprojekt wird günstiger

Deutlich günstiger als ursprünglich veranschlagt soll die Zusammenlegung der Kemptener Krankenhäuser in der Robert-Weixler-Straße – die „Einhäusigkeit“ – werden. Durch eine Überarbeitung der bisherigen Planung will die Krankenhaus-Verwaltung knapp 18 Millionen Euro einsparen, erläuterte Andreas Ruland, Geschäftsführer des Klinikverbundes Kempten-Oberallgäu, am Donnerstagabend im Stadtrat.

Die niedrigeren Kosten sind allerdings nicht die einzigen Vorteile der überarbeiteten Planung. Nach Angaben von Ruland wird die Neubaufläche um 3600 auf nunmehr insgesamt 6100 Quadratmeter verkleinert. „Die Untergliederung in zwei Bauabschnitte machen keine Interimseinhäusigkeit notwendig“, erklärte er. Darüber hinaus kann so das Projekt voraussichtlich früher abgeschlossen werden als zunächst angenommen. Bei einem optimalen Verlauf der Arbeiten, die im ersten Halbjahr 2011 beginnen sollen, könne möglicherweise schon bis Ende 2012 mit dem Abschluss gerechnet werden, kündigte Ruland an. Die Bauarbeiten werden sich hauptsächlich im Süden des Krankenhaus-Areals abspielen. Nördlich und östlich des jetzigen Hubschrauber-Landeplatzes sollen neue Gebäudekomplexe entstehen (der KREISBOTE berichtete). Nach und nach sollen dann die Abteilungen in der Memminger Straße einschließlich des Bezirkskrankenhauses in die Robert-Weixler-Straße umziehen. Im Zuge der Arbeiten soll wie bereits berichtet auch ein neues Parkhaus mit 400 Parkplätzen in der Robert-Weixler-Straße von der Sozialbau gebaut werden. Die Kosten dafür werden sich voraussichtlich auf etwa vier Millionen Euro belaufen. Außerdem soll der Hubschrauberlandeplatz bzw. Hangar abgerissen werden. Auf Nachfrage von Stadtrat Helmut Hitscherich (UB/ödp) erläuterte Geschäftsführer Ruland, dass man bislang zwei mögliche neue Standorte für Christoph 17 in Betracht ziehe. Geplant ist offenbar, dass ein Investor den neuen Hangar baut und ihn dann an den Zweckverband für Rettungsdienst als jetzigen Träger des Hangars vermietet. Ein Dienstplan- oder Erreichbarkeitsproblem wie von Hitscherich befürchtet werde es durch den neuen Standort ebenfalls nicht geben, betonte der Geschäftsführer. „Es ist kein Problem, die Dienste auch an einem anderen Standort zu gewährleisten“, sagte Andreas Ruland. Die detaillierten Pläne zur geplanten „Einhäusigkeit“ in der Robert-Weixler-Straße sollte der Bauausschuss der Stadt Kempten am gestrigen Dienstagabend nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe diskutieren. Einen ausführlichen Bericht darüber lesen Sie in der nächsten KREISBOTEN-Ausgabe.

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