Paten der Burghalde-Schafe erhalten ihre Urkunden

900 Euro für Hege und Pflege

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Kein Problem hatte Dietmar Markmiller (vorne Mitte), Vorsitzender der Kemptener Altstadtfreunde, für das Schafprojekt des Vereins Paten zu finden. Über die „lebendigen Rasenmäher“ freute sich auch Baureferentin Monika Beltinger (vorne rechts).

Kempten – Mit so großer Resonanz hatte auch Dietmar Markmiller, Vorsitzender der Kemptener Altstadtfreunde, nicht gerechnet: Rund 40 Paten hatten sich für die Schafe, die diesen Sommer für den Grünschnitt auf dem Burghalde-Hügel sorgen, gemeldet und jeweils 20 Euro gegeben.

Fast alle waren vergangene Woche mit Kind und Kegel auch zur Schafweide gekommen, um auch ihre Paten-Urkunde in Empfang zu nehmen. Die rund 900 Euro kommen der Hege und Pflege der sieben Vierbeiner zugute, die bereits Mitte Mai ihr städtisches Sommerdomizil bezogen haben – gut behütet, wie sich schnell zeigte. 

Denn offensichtlich sehen dort nicht nur die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei regelmäßig nach dem Rechten. Auch viele Anwohner, Spaziergänger und natürlich Paten bekundeten, ein Auge auf die Gäste zu haben. Ob diese allerdings schon auf ihre neuen Namen hören? 

Über die von den Paten eingereichten Namensvorschläge wurde demokratisch abgestimmt: Flocke, Lotta, Frau Wolle, Hugo, Paul, Theo und Lisa machten am Ende das Rennen. Dass nur weibliche Tiere auf dem Burghaldegelände weiden, störte dabei niemanden. Immerhin, eines der Jungtiere „ist möglicherweise ein Bock“, räumte Felix Blanz, Schäfer aus Vorder-Hindelang und Besitzer der Tiere, augenzwinkernd ein. 

 Stadt in der Pflicht 

„Absolut überwältigt“ von der Resonanz auf das Schafprojekt, freute sich Markmiller über diesen weiteren kleinen Schritt, das „Riesenpotential hier an der Burghalde“ zu aktivieren. Er lobte die bislang vielen positiven Privatinitiativen, wie das Allgäuer Burgenmuseum oder das Historische Handwerkerhaus, mahnte aber auch ein stärkeres Engagement seitens der Stadt an, die er hier mehr in der Pflicht sehe. Erfreut über die „lebendigen Rasenmäher“ richtete Kemptens Baureferentin Monika Beltinger die Bitte an alle Schafbesucher, die Tiere „nicht zu füttern“, da es besser sei, wenn sie „kontrolliert“ Zufutter bekämen.

Christine Tröger

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