Wesentliche Verbesserung

Schnelles Internet für Krugzell

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Noch hat die Diözese die Nutzung des Krugzeller Kirchturmes als Standort für eine von drei benötigten Richtantennen nicht genehmigt. Doch die Initiatoren sind zuversichtlich, dass Augsburg grünes Licht geben wird.

Altusried/Krugzell – Nach nur zweimonatiger Vorbereitungszeit ist das schnelle Internet für Krugzell in trockenen Tüchern. Die Umsetzung soll so bald wie möglich erfolgen.

Ende Juli hatte der Altusrieder Gemeinderat erstmals über die dringend nötige Verbesserung der Internetversorgung in Krugzell beraten. Gewerbetreibende im dortigen Gewerbegebiet klagen seit langem über ihren teils völlig unzureichenden Versorgungszustand. Die Marktgemeinde Altusried, die seit kurzem Mitglied im Breitband-Förderprogramm II der Bayerischen Staatsregierung ist, erhält eine Förderung in Höhe von einer Million Euro für eine flächendeckende Internetversor- gung. „Bei einer Gemeindefläche von 92 Quadratkilometern reicht aber auch diese Summe nicht aus, um eine Breitbandversorgung im Boden via Glasfaser bis in den letzten Winkel zu erreichen – auch nicht, wenn wir unseren Eigenanteil von 200.000 Euro komplett investieren“, relativierte Rathauschef Joachim Konrad. „Deswegen waren wir intensiv auf der Suche nach tragfähigen Alternativlösungen.“

Konzept erarbeitet

Neill Hogarth, der Geschäftsführer der beauftragten Firma allgäuDSL, stellte Ende August im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung Möglichkeiten zur Verbesserung der DSL-Versorgung mittels Richtfunkantennen vor. Die hier geäußerten Bedenken über die zu erwartende Strahlenbelastung konnten laut Bürgermeister Konrad mit Hinweis auf die zum Einsatz kommende unterste Sendeleistung entkräftet werden. Im Anschluss an den Abend wurde ein Konzept erarbeitet, das Hogarth in der vergangenen Woche dem Marktgemeinderat präsentierte. Dieser sprach sich einstimmig für die Pläne und deren baldmögliche Umsetzung aus.

Vorgesehen sind der Einsatz von Glasfaserkabeln und die Installation von Richtfunkantennen auf dem Müllheizkraftwerk des ZAK, dem 36 Meter hohen Kamin des Gruppenklärwerks in Lauben, sowie dem Kirchturm in Krugzell (hierfür steht noch die Genehmigung der Diözese Augsburg aus). Dank zusätzlicher Mini-Umsetzer soll ein größtmögliches Gebiet abgedeckt werden. „Davon profitieren auch Firmen in Wasserschwenden oder die Mitbürger in Depsried, die sonst noch viele Jahre auf ein schnelles Internet hätten warten müssen“, so Konrad.

Unglaublich schnell

In Opprechts wird keine Sendeanlage gebaut, da die dortigen Anwohner signalisiert hatten, dass hier kein Bedarf besteht. Die Entscheidungsträger hätten unglaublich schnell reagiert, zeigte Hogarth sich begeistert. „Vor zwei Monaten war ich erstmals hier, jetzt haben wir schon eine tragfähige Lösung – das ist echt der Hammer“. Die Endkunden werden auf verschiedene Tarife der beiden Anbieter allgäuDSL und ID.kom zurückgreifen können. Die Sparkasse übernimmt die Finanzierung.

Sabine Stodal

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