Zeuge gibt entscheidenden Hinweis

Nach Verfolgungsjagd: Vermisster aus Benningen in Leubas aufgegriffen

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Auf dem Parkplatz Leubastal-West hatte der Falschfahrer den Wagen des vermissten Mathias Rietzler abgestellt. 

Der seit dem 15. April 2019 aus Benningen/Unterallgäu vermisste Mathias Rietzler konnte am Sonntagvormittag nach einem Zeugenhinweis im Bereich Kempten-Leubas aufgegriffen werden.  Am Samstag hatte die Polizei bereits das Auto des vermissten Unterallgäuers entdeckt und verfolgt.

Am Samstag lieferte sich eine Streife der Kemptener Verkehrspolizei auf der A7 eine Verfolgungsjagd mit einem Falschfahrer. Das Fahrzeug gehört einem Unterallgäuer, der seit Mitte April vermisst wurde. Die Polizei sperrte die A7 für ca. eine Stunde.

Das Auto fuhr laut Polizeimeldung zunächst ordnungsgemäß auf der A7 Richtung Norden. Die Beamten nahmen den Wagen gegen 11.40 Uhr kurz vor der Anschlussstelle Kempten-Leubas auf und lotsten ihn von der Autobahn herunter; dort sollte er angehalten werden. Allerdings beschleunigte der Fahrer und fuhr auf die Richtungsfahrbahn Süd auf die A7 zurück - diesmal als Falschfahrer in nördliche Richtung. Nach etwa einem Kilometer stellte der Fahrer den Wagen auf dem Parkplatz Leubastal-West ab. Glücklicherweise war bei der Falschfahrt niemand zu schaden gekommen.

Die kurz darauf eintreffenden Streifen fanden das Auto augenscheinlich leer vor, sie konnten aber den Heckbereich des Minivans nicht einsehen. Zeugen auf dem Parkplatz gaben an, dass niemand aus dem Fahrzeug ausgestiegen sei. Auch die Beamten im mittlerweile eingebundenen Polizeihubschrauber entdeckten keine zu Fuß flüchtende Person. Nachdem das bisherige Verhalten des unbekannten Fahrers oder der unbekannten Fahrerin eine psychische Ausnahmesituation dokumentierte, wurde vor dem Öffnen des versperrten Minivans aus Sicherheitsgründen der Verkehr von der Autobahn genommen und die südliche Richtungsfahrbahn für insgesamt eine Stunde gesperrt.

Nachdem Beamte der Polizeiinspektion Spezialeinheiten den Wagen geöffnet hatten, fanden sie ihn leer vor. Der unbekannte Fahrer muss demnach sofort zu Fuß vom Parkplatz geflüchtet sein. Die Suche blieb bislang trotz des Einsatzes von Polizeisuchhunden ohne Erfolg.

Bei dem Pkw handelte es sich um das Fahrzeug des als vermisst gemeldeten 30-jährigen Unterallgäuers. Ob dieser am Steuer des Wagens saß, war der Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. 

Einen Tag später erwies sich der Zeugen-Aufruf der Polizei als erfolgreich. Es meldete sich ein Zeuge, der den Unterallgäuer im Bereich Leubas gesehen hatte. Dort griff ihn die Polizei wenig später auf. 

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