Nach 2011 soll heuer im September die zweite Auflage der Kunstveranstaltung stattfinden

KunstNacht feiert Comeback

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Geben erste Ausblicke auf das Programm der diesjährigen 2. Kunstnacht Kempten: OB Dr. Ulrich Netzer (v.l.), stellvertretender Kulturamtsleiter Martin Fink und Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber.

Kempten – Über 5000 Besucher hatte die erste KunstNachtKempten vor zwei Jahren, die trotz Regenwetters bis spät in die Nacht zwischen einem vielfältigen Kunstangebot pendelten und die Premiere des Events zum Erfolg werden ließen.

Und doch zeigte sich OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) mit Blick auf die diesjährige Neuauflage davon überzeugt, „dass wir die Resonanz aus der ersten Kunstnacht Kempten übertreffen werden“. 

 Das Programm für das nächtliche, durch städtische Zuschüsse sowie Sponsoren finanzierte Kunstspektakel am 21. September soll heuer allerdings auch noch umfangreicher sein. Nach derzeitigem Stand bilden rund 40 Aktions- und Ausstellungsorte sowie offene Ateliers in der gesamten Innenstadt den Kern der Veranstaltung. Das Konglomerat aus Einzelkünstlern, etablierten Künstlergruppen und Kreativen – die sich teilweise extra für diese Nacht zusammentun – eröffnet von 19 Uhr bis Mitternacht ein weites Kulturspektrum, das sich mitnichten nur auf bildende Kunst beschränkt. 

Auch Musik, Tanz, Literatur und Schauspiel sollen nicht zu kurz kommen. Möglich sei das, so OB Netzer, nur durch das „herausragende Engagement der hiesigen Künstlerinnen und Künstler“. Die Aufgabe des Kulturamts sieht dessen stellvertretender Leiter, Martin Fink, lediglich darin, „die richtigen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen“. Das genaue Programm soll zwar erst bis August fest stehen. Einige Schmankerl aus der Kunstnacht-Küche konnte Fink aber bereits ankündigen: Erstmals soll ein eigens geschaffenes Kunstnacht-Radio den Soundtrack des Abends in die Wohnzimmer und Straßen bringen und so eine Verbindung zwischen den vielen Aktivitäten herstellen. 

 Als Aktionen zur derzeitigen großen Hengeler-Ausstellung im Kunstgewölbe des Kemptener Kornhauses sind märchenhafte, leuchtende Gestalten geplant, die die Innenstadt bevölkern und auch Auszüge aus der Hengeler-Kunst-Revue sollen erklingen. Vor den Augen des Publikums wollen Künstler aus Berlin, Wien und Kempten die bestehende Hengeler-Graffitti-Installation auf dem St.- Mang-Platz neu gestalten und der in Salzburg beheimatete und international agierende Aktionskünstler Jürgen Fux soll unter anderem unter dem Titel „Life-Burning“ ein Wachsbild mit Feuer bearbeiten. Mit Musik und Literatur soll im TheaterInKempten (TIK) erstmals im Rahmen der Kunstnacht das diesjährige Kammermusikfestival Fürstensaal Classix eröffnet werden. 

 Fassaden statt Brunnen 

Waren es bei der ersten Kunstnacht noch die Brunnen, die kunstvoll illumniert wurden, sollen es heuer ausgewählte Gebäudefassaden sein. Und auch an Familien haben die Organisatoren wieder gedacht: Von 17 bis 21 Uhr findet im Zumsteinhaus das KinderKunstFest statt, das Eltern ermöglicht, in dieser Zeit entspannt andere Kunstorte zu besuchen. Aber nicht nur Kunst konsumieren steht in diesem Jahr auf dem Plan. In einer großen Mitmachaktion darf jeder, der möchte, bei einem Gesamtkunstwerk aus Strick- und Häkelgraffiti mitmachen. Am Ende sollen die einzelnen Strick- und Häkelteile als Wegweiser dienen und an Baumstämmen, Hydranten, Straßenlaternen und ähnlichen Gegebenheiten angebracht werden. 

„Das Publikum möchte verbesserte Wegweiser“, meinte Fink schmunzelnd zur nun geschaffenen Möglichkeit, sich selbst dafür einzusetzen – selbst blutige Häkel- und Strickanfänger. Denn in eigenen Workshops im „Kemptener Wollparadies“ für die gemeinsame Verarbeitung der Wolle sollen gegebenenfalls auch die nötigen Kenntnisse vermittelt werden. Noch offen lassen musste Fink, wie der Shuttleservice zwischen den Orten aussehen werde, aber „wir werden auf jeden Fall dafür sorgen, dass Besucher gut von einem Ort zum anderen kommen und möglichst auch noch Spaß dabei haben“, versicherte er. 

 Termine für die Workshops zur KunstnachtKempten im „Kemptener Wollparadies“: Jeweils von 14 bis 17 Uhr an den Samstagen 2., 13., 20. und 27. Juli und an den Sonntagen 7. und 21. Juli. Anmeldungen werden unter der Telefonnummer 0831/52 393 77 angenommen.

Christine Tröger

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