Madame 100.000 Volt

Kerstin Stark kandidiert für die neue Europapartei "Volt"

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Die Bewegung „Volt“ tritt als paneuropäische Partei zur Europawahl an. Deren Verantwortliche stellten sich der Öffentlichkeit vor. V.l.n.r. Paul Loeper, Generalsekretär Volt Deutschland; Kerstin Stark, Kandidatin zur Europawahl und Markus Tesch, ebenfalls Kandidat zur Europawahl.

Kempten – Volt ist die Maßeinheit für elektrische Spannung, Volt ist aber zugleich der Name einer neuen paneuropäischen Bewegung.

Im März 2017 wurde Volt gegründet. Mittlerweile gibt es die Partei in 30 Ländern, 15.000 Unterstützer bekennen sich zu den Zielen der neuen Partei. 

Vornehmstes Ziel der Bewegung ist es, als erste wirklich (pan)europäische Bewegung bei der kommenden Europawahl ins europäische Parlament einzuziehen. Volt setzt sich ein für eine direkte Demokratie, bei der nach einer Reform EU-Abgeordnete zukünftig direkt in ihrem Wahlkreis gewählt werden können. Nun stellten sich die beiden Allgäuer Kandidaten der Volt-Bewegung der Öffentlichkeit vor. Kerstin Stark und Markus Tesch luden zu einem Pressegespräch ins s‘Lorenz um sich Fragen zu ihrer Person und der Bewegung zu stellen. Ebenfalls anwesend waren der Generalsekretär aus dem Vorstand der Volt Deutschland Paul Loeper und als Moderator der Kemptener Künstler Stefan Schmidt. „Women vote Volt“ Kerstin Stark ist 52 Jahre alt, verheiratet und Fallmanagerin am Klinikum Kempten-Oberallgäu. Zu ihren Aufgaben gehört es, die weiterführende Behandlung von stationär behandelten Patienten des Klinikums zu organisieren. Daher kennt sich die Kemptnerin aus, wenn es um Pflege und Gesundheit geht. Die Erfahrungen aus ihrer beruflichen Tätigkeit bewegten Kerstin Stark dazu sich auch politisch für eine verantwortungsvolle Gesundheitspolitik zu engagieren. Das zweite Steckenpferd ihrer politische Arbeit ist die Frauenpolitik. 

Hier möchte sich die Volt-Kandidatin für mehr Frauenrechte und die gleiche Bezahlung beider Geschlechter einsetzen. „Women vote Volt“, so das Wahlkampfmotto der Kemptenerin. Daher wird sich die angehende Politikerin auch bei den Aktionen beim Weltfrauentag am 8.März und eine Woche spä- ter beim Equal Pay Day öffentlich beteiligen. Angeregt in die Politik zu gehen wurde Kerstin stark durch ihren Lebenspartner Markus Tesch, der ebenfalls als Volt-Kandidat bei der Europawahl antritt. Beide fühlen sich durch die etablierten Parteien in Brüssel nicht vertreten und setzen sich für mehr direkte Demokratie in Europa ein. Das Parteiprogramm Der Generalsekretär von Volt Deutschland Paul Loeper und Mitbegründer und Kandidat Markus Tesch sprachen am Abend auch über das Wahlprogramm der neuen paneuropäischen Bewegung, die sich Violett als ihre Erkennungsfarbe ausgesucht hat. In der Sicherheitspolitik setzt sich Volt dafür ein, dass die gemeinsame Verteidigungspoltik der EU verstärkt wird. „Durch das Zusammenführen militärischer Kompetenzen könne sogar an Rüstungsausgaben gespart werden“, so Loeper. In der Finanzpolitik setzt sich Volt für eine breite Unterstützung ärmerer EU-Staaten ein. Investitionen sollten da getätigt werden, wo u.a. die Jugendarbeitslosigkeit am größten sei, wie zum Beispiel in Süditalien. Bei der Einwanderung setzt Volt auf eine gemeinsame Politik aller EU-Staaten. Grundsätzlich steht die Partei der Migration nach Europa positiv gegenüber, lehnt aber nationale Alleingänge wie in der Asylpolitik ab. 

Scharf abgrenzen möchte man sich von der Politik eines Victor Orban, dem die Vertreter von Volt nationalistische Alleingänge vorwerfen. In der Klimapolitik steht Volt hinter den Zielen des „Pariser Klimaabkommens“. Beim Ausstieg aus der Kohleenergie drückt die Partei auf‘s Gas und fordert einen Ausstieg bis 2030. Im Bereich des Verkehrs setzt sich Volt für eine Stärkung des ÖPNV und der Bahn ein. Die Bahn sollte nicht weiter als renditeorientierte Aktiengesellschaft betrieben werden, sondern wieder staatlich geführt werden. Das Fliegen sei, so die Kandidaten der Volt-Bewegung, derzeit zu billig und der Preis hierfür nicht marktgerecht. Trotzdem die Bewegung sich für eine vereintes Europa stark machen möchte, betonen sowohl Loeper als auch Tesch, dass die Unterschiedlichkeit der Völker und Regionen in Europa erhalten bleiben soll. Im kommenden Europawahlkampf will sich Volt noch häufiger der Öffentlichkeit zeigen. Informationen hierzu finden sich auf der Homepage www.voltdeutschland. org und auf der Facebook-Seite von Kerstin Stark. 

Jörg Spielberg

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