Mehr Eigenkapital

Teurer Krankenhaus-Neubau: Stadt und Landkreis erhöhen das Eigenkapital. Foto: Archiv

Die Stadt Kempten und der Landkreis Oberallgäu als Träger werden dem Klinikum Kempten bei seiner Erweiterung finanziell erheblich unter die Arme greifen (müssen). Um insgesamt zehn Millionen Euro wollen beide das Eigenkapital des Krankenhauses in den nächsten fünf Jahren aufstocken. „Das ist eine wichtige Aufgabenstellung, der man sich stellen muss”, betonte Aufsichtsratsvorsitzender OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) am Montagabend im Haupt- und Finanzausschuss.

Das zwischen Landkreis Oberallgäu und Stadt Kempten ausgetüftelte Modell sieht laut OB Netzer und Stadtkämmerer Kai Welzig vor, dass beide kommunale Einrichtungen in den kommenden fünf Jahren jährlich jeweils eine Million Euro in das Eigenkapital des Klinikums stecken – insgesamt zehn Millionen Euro. Jeweils weitere 350 000 Euro von Stadt und Kreis bekommt das Krankenhaus für das neue Parkhaus in der Robert-Weixler-Straße (der KREISBOTE berichtete). Weniger Zinsen Für Klinik-Chef Andreas Ruland hätte diese Entscheidung im Hinblick auf die laufende Erweiterung des Komplexes in der Robert-Weixler-Straße vor allem den Vorteil, statt 24,7 Millionen Euro nur noch 14 Millionen Euro über Kredite bei der Bank finanzieren zu müssen, was Zinsen und damit auch das Defizit der Einrichtung senken. Die übrigen 40,7 Millionen Euro für die Neu- und Umbauten kommen von Bund und Freistaat. OB Netzer zeigte sich am Montagabend zufrieden mit der gefundenen Lösung. „Andere müssen ja schon für den laufenden Betrieb zuschießen”, sagte er.

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