"Mehr gefühlte Sicherheit"

Auf eine Bitte des Gemeinderates hin hatten sich Kriminaldirektor Josef Hiller aus Ravensburg, Hauptkommissar Herbert Schmid vom Polizeiposten Isny und die Vertreter des Sicherheitsdienstes, Michael Regitz und Olaf Bröcker, zu einem Informationsgespräch zusammen gefunden. Fazit: Die Situation in Isny scheint sich etwas zu entspannen.

Krimanaldirektor Hiller berichtete zunächst über die augenblickliche Lage aus Sicht der Polizei und bemühte sich, einige Informationsdefizite aufzuarbeiten. „Isny ist eine Stadt mit großer Polizeidichte“, erklärte er. „Der Polizeiposten besteht und das ändern wir auch nicht. An den Wochenenden ist der Polizeiposten bis 4 Uhr morgens besetzt, die Fahrten und Kontrollen der Streifenfahrzeuge sind häufiger geworden und die Polizeipräsenz bei Vorkommnissen ist gegeben“, fuhr Hiller fort. Die Delikte mit körperlicher Gewalt haben seiner Aussage zufolge deutlich abgenommen. Vandalismus oder Ruhestörungen sind dagegen scheinbar schwieriger in den Griff zu bekommen. In diesem Zusammenhang kommt es nach Meinung der Beamten auch darauf an, dass derartige Vorkommnisse umgehend gemeldet werden, damit die Polizei eingreifen kann. Bei Thema Sicherheitsdienst gingen die Meinungen etwas auseinander. Kriminaldirektor Josef Hiller fand den Einsatz vom „Security“ auf Privatgelände und bei Veranstaltungen zwar durchaus angebracht. Aber ihm stellten sich die Nackenhaare auf, wenn es um den Einsatz auf öffentlichem Gelände geht, sagte er. „Das ist Sache der Polizei und nicht der Sicherheitsdienste“, betonte er. Hauptkommissar Herbert Schmid sah die Sache vor Ort hingegen etwas gelassener. „Man kennt sich, man tauscht sich aus und bleibt in Kontakt.“ Prävention im Fokus Von Seiten des Sicherheitsdienstes wurde betont, dass es häufig um Gewalt vorbeugendes Verhalten gehe. „Wir informieren die Polizei wenn nötig und beobachten vor allem die Szene.“ Die Zeiten, zu denen der Sicherheitsdienst im Einsatz ist, werden nicht öffentlich bekannt gemacht und auch die Orte der Kontrollen wechseln in Absprache mit der Stadt. Hauptamtsleiter Oswald Längst stellte noch einmal klar: „Wir sorgen mit dem Sicherheitsdienst für mehr gefühlte Sicherheit für die Bürger der Stadt. Der finanzielle Aufwand der Stadt liegt im Jahr bei rund 20000 Euro.“ Auch Bürgermeister Rainer Magenreuter goss etwas Öl auf die gerade angefangenen Wogen: „Wir haben den Sicherheitsdienst nicht als Konkurrenz zur Polizei eingerichtet“, sagte er. Wichtig sei, dass Ruhestörungen und Zerstörungen umgehend gemeldet werden.

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