Mehr Gegenständlichkeit

OB Dr. Ulrich Netzer überreichte den Kunstpreis der Stadt Kempten an den Künstller Oliver Kromm für die beiden Bilder „Unter Hochspannung“ (Mitte) und „Der Fetisch“ (rechts). Foto: Tröger

Die 62. Kunstausstellung im Rahmen der Allgäuer Festwoche ist eröffnet. Am Freitagabend erlebten gut 800 geladene Gäste der Eröffnungsfeier ein unterhaltsames Programm um die Verleihung der Kunstpreise 2011.

Wie berichtet wurden der Kaufbeurer Maler Oliver Kromm mit dem Kunstpreis der Stadt Kempten, dotiert mit 5000 Euro, ausgezeichnet. „Es ist einfach ein Knaller“, meinte er, als er den Preis aus der Hand von OB Dr. Ulrich Netzer (CSU) entgegennahm. Dieser konstatierte zwar eine generelle „Tendenz zu mehr Gegenständlichem“, auch bei den prämierten und eingereichten Werken der Festwochenausstellung, merkte aber an, dass es für ihn nicht wichtig sei, „ob ich ein gegenständliches oder abstraktes Bild vor mir habe“, sondern ob es ihn beim Betrachten „auch nach Jahren noch innerlich packt“. Weitere Auszeichnungen gingen für jeweils Fotoarbeiten an den Künstler Tobias Wooton – er erhielt den Thomas-Dachser-Gedenkpreis, dotiert mit 4000 Euro, und die Künstlerin Florence Bühr, die den Förderpreis aus der Dr.-Rudolf-Zorn-Stiftung, dotiert mit 3000 Euro, empfing. Malerei im Fokus Insgesamt hatten 227 Kunstschaffende, 104 Künstler und 123 Künstlerinnen 410 Werke eingereicht. Den Schwerpunkt hatte bereits hier die Malerei gebildet, wie sich auch in der Ausstellung wiederspiegelt. Für die Ausstellung wurden insgesamt 98 Werke von 83 Kunstschaffenden ausgewählt. Mit 48 Exponaten ist die Malerei vertreten, Plastik/Skulptur mit 24 Werken, Fotografie mit 13, Grafik mit zwölf und dazu gibt es eine Installation zu sehen. Die Ausstellung kommt noch einmal „verjüngt“ daher, ein „Trend“, der sich schon in den letzten Jahren abzeichnete. Feierlich gestalteten sich die musikalischen Einlagen mit Liedern des zeitgenössischen Komponisten Harald Genzmer, vorgetragen von Jugend-, Madrigalchor und Collegium Vocale der Sing- und Musikschule die, unter Gesamtleitung von Wolfgang Heichele, vom Bläserquintett begleitet wurden. Als Wildkatzen verkleidet „streunten“ und „räkelten sich“ Tänzerinnen und Tänzer von „KaRiDance & Body Space“. Zum „chilligen“ Ausklang nach dem offiziellen Teil des Abends sorgte die „Kim Bons Band“ mit Ohr und Seele umschmeichelnder Musik für angenehme Atmosphäre im sommerabendlich warmen Hofgarten. Mehr zur Ausstellung lesen Sie in der Nächsten Ausgabe des KREISBOTEN. Der Ausstellungsbesuch im Hofgartensaal der Residenz ist bei freiem Eintritt täglich von 10 bis 18 Uhr möglich.

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