Mehr Geld für Tiere

Das Kemptener Tierheim wird künftig einen deutlich höheren Zuschuss aus der Stadtkasse bekommen als bisher. Einstimmig einigte sich der Ausschuss für öffentliche Ordnung am Mittwochabend auf eine Erhöhung von 30 auf 55 Cent pro Einwohner – macht bei rund 62 500 Kemptenern etwa 34 000 Euro. Grund sind die gestiegenen Kosten für die Versorgung von herrenlosen Vierbeinern.

Über mangelnde Arbeit kann sich im Tierheim Kempten wohl niemand beklagen: 595 Fundtiere kamen im vergangenen Jahr in die Einrichtung. Davon waren 144 Fundtiere, 169 wurden abgegeben und 109 entdeckten die Tierschützer in ihrem „Notzwinger”. Der Rest der Vierbeiner kam aus den Nachbargemeinden. Durchschnittlich beherbergt die einrichtung zehn Hunde, 60 Katzen und etwa ein Dutzend Kleinviecher. Daraus resultierten zum Beispiel im Jahr 2010 Gesamtkosten in Höhe von 262 000 Euro, wie Rechtsamtsleiterin Nadine Briechle den Stadträten berichtete. Den Zuschuss zahlt die Stadt seit Jahrzehnten deshalb, da das Tierheim mit der Versorgung von Fundtieren eine kommunale Aufgabe ausübe, erklärte sie. Die vom Ausschuss einstimmig beschlossene Erhöhung gilt zunächst für drei Jahre. Außerdem soll der Tierschutzverein künftig einmal im Jahr eine Aufstellung über die Ausgaben und Einnahmen vorlegen.

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