Mehr Moderne für die Römer

Die innere Umgangshalle im westlichen Teil soll künftig ansprechend unterschiedliche Themenbereiche auf informative bis spielerische Art präsentieren. Foto: Stadt Kempten, R. Mayrock

Insgesamt 240 000 Euro wurden in den Haushaltsjahren 2011 und 2012 für Erneuerung und Fortentwicklung der Präsentationen im Gallorömischen Tempelbezirk des Archäologischen Parks Cambodunum (APC) bereit gestellt. Die im letzten Jahr begonnen Planungen sollen, laut Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber, heuer „in wichtigen Teilen umgesetzt“ und 2013 abgeschlossen werden. Den Mitgliedern des Kulturausschusses stellte er am vergangenen Dienstagabend die 2012 und 2013 geplanten und teilweise begonnenen Maßnahmen vor.

Die Taberna soll in einem „modernen Gesicht“ erstrahlen, das an antike Fassadengestaltung angelehnt und an ein durchgehendes Gestaltungskonzept im Tempelbezirk angepasst sein werde. Da es sich auch um das „Empfangsgebäude“ des APC handle, sollen dadurch Zugang und Zugehörigkeit zu der Anlage deutlicher werden als bisher. „Pilgergruppe und Prozession“ sollen Themen für die äußere Umgangshalle werden. Im Westteil der inneren Umgangshalle würden Themenbereiche wie Ausgrabung bis Rekonstruktion, Religion, Riten, oder auch die Götter in Cambodunum – zum Teil mit Schaukästen, die „eine spielerische Erkundung“ ermöglichen – ihren Platz erhalten. Ins Innere des Tempelbezirkes will Weber mit Attraktionen wie dem mit Licht und Akustik belebten Merkurtempel, mobilen Räucherbecken sowie Periskopen – die einen Vergleich von Stadtansichten früher und heute ermöglichen – locken. Geplant sind dort außerdem „Installationen mit Beamerbildern“, damit es „ein inszenierter Besuch im Tempel werden kann“, so der Wunsch des Kulturamtsleiters. Mehr Grün Im östlichen Bereich der inneren Umgangshalle sollen neben weiteren Themen „Bäume und Haine“ eine Rolle spielen. Ein markierter, mit Infostelen bestückter Rundweg mit den Stationen Taberna, Basilika, Kleine Thermen und Forum soll den Besuch der historischen Stätten auch ohne Führung zu einem interessanten Spaziergang machen. Bezüglich der Ruinen im Außenbereich äußerte Erna Kathrein Groll (Grüne) Bedenken, wegen der dort häufigen „Trinkgelage“ von Jugendlichen und ihren Hinterlassenschaften in Form von „zerbrochenen Flaschen“. Amtsleiter Weber bestätigte, dass dort seit einigen Jahren neben Burghalde und Stadtpark ein beliebter Treffpunkt sei. Seine Stellvertreterin im Kulturamt, Dr. Caroline Eva Gerner, habe deshalb tatsächlich wirkungsvolle und „regelmäßige Kontrollen organisiert“, die im Rahmen ihrer legalen Befugnisse zum Beispiel auf das geltende Alkoholverbot hinweisen würden.

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