Mehr Platz für H&M

Ein verglaster Übergang soll die Verbindung zwischen dem H&M in der Fischerstraße (rechts) und dem neu geplanten in der Zwingerstraße bilden. Grafik: Stadtverwaltung

Gibt es in Kempten bald eine Glasbrücke über die Zwingerstraße? Entsprechende Pläne stellte Dr. Franziska Renner zumindest jetzt im Bauausschuss vor. Der Leiterin des Bauordnungsamts zufolge möchte H&M seinen Standort in Kempten festigen und braucht dafür weitere Verkaufsflächen. Geplant ist dafür der Neubau eines dreigeschossigen Gebäudes in der Zwingerstraße 15. Die zusätzlichen Verkaufsflächen dort sollen über einen verglasten Verbindungssteg erreichbar sein.

Gerade bei Jugendlichen gehört H&M zu den beliebtesten Modeläden. Auch in Kempten ist daher immer was los im Laden in der Fischerstraße 19. Um den Standort in Kempten zu festigen, benötigt das Unternehmen jetzt zusätzliche Verkaufsflächen und reichte bei der Stadt daher einen kreativen Vorschlag zur Erweiterung ein. Geplant ist, wie Dr. Renner schilderte, in der Zwingerstraße 15 der Abriss des momentanen Bestands, indem derzeit ein Antiquitätenladen untergebracht ist, und anschließend der Neubau eines dreigeschossigen Gebäudes mit Tiefgarage. Verbunden werden sollen der „alte“ und der „neue“ H&M über einen verglasten Steg über die Zwingerstraße. Da für das Gebiet kein Bebauungsplan vorliege, sei entscheidend, ob sich das Vorhaben im Innenbereich einfüge, erklärte Renner. Grundsätzlich kann den Planungen seitens der Stadt grünes Licht gegeben werden, da die umliegenden Gebäude ebenfalls dreigeschossig sind. „Dem Bauvolumen und dem Glasverbindungssteg kann aus unserer Sicht zugestimmt werden“, meinte die Bauordnungsamtsleiterin. Das Landesamt für Denkmalpflege findet den Neubau dagegen zu groß. Komplett zufrieden mit den vorgelegten Plänen waren aber weder die Stadtverwaltung noch die CSU-Stadträte Karl Sperl und Erwin Hagenmaier. Die Stadtverwaltung fordert noch Umplanungen bei der Anbindung an das Nachbarhaus. Ein dreigeschossiger Verbindungstrakt würde die Nutzung des dritten Obergeschosses dieses Hauses beeinträchtigen. Karl Sperl freute sich zwar, dass der Norden der Stadt gestärkt wird, gab jedoch zu bedenken, dass sich das Vorhaben in unmittelbarer Nähe der Stadtmauer befindet. Beim Abriss des Hauses könnten Teile der Stadtmauer rauskommen. „Wenn da ein Teil Stadtmauer rauskommt, muss ein Plan B her“, forderte auch Hagenmaier. Außerdem merkte er an, dass bei dem verglasten Steg über die Zwingerstraße genau auf die Höhe geachtet werden müsste. Von den Antragsstellern ist an eine Höhe von 4,10 Meter gedacht. „Unter 4,50 Meter muss der Verbindungssteg rot-weiß schraffiert werden und ein Schild mit der Höhe angebracht werden“, erklärte der CSU-Fraktionschef. Renner versprach, dass diese beiden Punkte – Stadtmauer und Höhe des Verbindungsstegs – genau geprüft werden. Generell können sich aber sowohl die Stadtverwaltung als auch der Bauausschuss die Erweiterungspläne vorstellen und gaben der Bauvoranfrage grundsätzlich grünes Licht. Der Bauantrag wird dann erneut im Gremium behandelt.

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