"architekturforum allgäu" bekommt Fördergelder aus Brüssel und eine Geschäftsstelle

Netzwerk wird ausgebaut

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Franz Schröck (v.l.), Geschäftsführer „Netzwerk Baukultur Allgäu“, Gerhard Pahl, 1. Vorsitzender „architekturforum allgäu“, Siegfried Zengerle, 3. Vorsitzender Regionalentwicklung Oberallgäu, und Gerhard Hock, Leiter der Leader-Bewilligungsstelle am AELF, freuen sich auf einen reibungslosen Start des neuen Leader-Projekts.

Kempten – „Netzwerk Baukultur Allgäu“ heißt ein neues LEADER-Projekt, das vergangene Woche im dafür frisch bezogenen Büro in der Kemptener Beethovenstraße 2 vorgestellt wurde.

Dahinter steckt das „architekturforum allgäu“, das sich schon seit geraumer Zeit der Aufgabe verschrieben hat, mit möglichst vielen Akteuren in Dialog zum Thema „Baukultur” zu treten. Um die bislang ehrenamtlich geleistete Arbeit auf professionelle Beine zu stellen, wurde nun mit Hilfe von knapp 70 000 Euro LEADER-Fördergeldern eine halbtags besetzte Geschäftsstelle eingerichtet. In seiner ebenso neuen Funktion als Geschäftsführer wird der Kemptener Architekt Franz Schröck von dort aus vor allem die Pflege und den Ausbau des Netzwerks betreuen oder auch die Koordination von Ausstellungen und Wettbewerben, deren Organisation weiterhin von den Netzwerkmitgliedern ehrenamtlich geschultert werden soll, in die Hand nehmen. 

Dafür hat er seinen bislang ersten Vorsitz beim Architekturforum abgegeben. Gerhard Pahl, Dipl.-Ing.(FH) und neuer 1. Vorsitzender, zeigte sich „froh darüber, dass Franz Schröck sich beworben hat“. Denn trotz der zahlreichen „hochkarätigen Bewerbungen“ garantiere die bereits bestehende „hohe Vernetzung“ Schröcks, dass die Arbeit des auf 18 Monate befristeten Förderprojektes ohne Zeitverlust aufgenommen werden könne. „Wir sind ehrenamtlich an unsere Grenzen gestoßen“, begründete Franz Schröck – dem „in Bayern nichts Vergleichbares“ bekannt sei – den Schritt hin zur Professionalisierung. Selbst davon überzeugt, „dass Baukultur wichtig ist“, sollen künftig nicht nur möglichst viele Gemeinden und der Tourismus im Ober- und Unterallgäu für das Thema gewonnen werden. 

Auch Ost- und Westallgäu sollen stärker einbezogen werden. Um das Projekt zu ermöglichen, haben die Entscheidungsgremien Regionalentwicklung Oberallgäu und Kneippland Unterallgäu sowie Gerhard Hock, Leiter der Leader-Bewilligungsstelle am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten, an einem Strang gezogen. Laut Siegfried Zengerle, 3. Vorsitzender des Vereins Regionalentwicklung Oberallgäu, sei es für die Entscheidung wichtig gewesen, dass dem Allgäu „keine Käseglocke übergestülpt wird“, sondern seine Identität einerseits zwar bewahrt werden soll, „sich die Architektur andererseits trotzdem weiter entwickeln darf“. 

 In dem Kooperationsprojekt der Lokalen Aktionsgruppen im Ober- und Unterallgäu werde deshalb eine wichtige Verbindung von der Architektur zur Marke Allgäu und zur Regionalentwicklung gesehen. „Architektur betrifft jeden“, brachte Gerhard Hock es auf den Punkt. Das Thema werde dennoch „bei Leader überhaupt noch nicht gespielt im Allgäu“, begrüßte auch er die „Anschubfinanzierung“. Neben der Weiterführung von Ortsterminen, Exkursionen und den „Randnotizen“ zu aktuellen Themen nannte Schröck auch zwei größere Vorhaben: Eine Ausstellung mit Begleitprogramm zum Thema Tourismus und Architektur noch in diesem Jahr sowie die Auslobung eines „Baukulturgemeindepreises“ im kommenden Jahr, für den sich Gemeinden aus dem „bayerischen und württembergischen Allgäu“ bewerben können. 

Am kommenden Freitag, 14. Februar, bietet der „Nachmittag der offenen Tür“ in der neuen Geschäftsstelle in derBeethovenstraße 2 Interessierten von 14 bis 18 Uhr gleich Gelegenheit, sich über Arbeit und Anliegen des „Netzwerk Baukultur Allgäu“ umfassend zu informieren.

Christine Tröger

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