Mehr als nur ein Rückblick

Ein seltener Anblick: Drei Ex-Bürgermeister und der Amtsinhaber zusammen auf einem Bild. Rainer Magenreuter (v.l.), Hubert Benk, Manfred Behrning und Christof Eichert Foto: Schubert

Im festlich geschmückten großen Saal des Kurhauses fand jetzt das traditionelle Jahresessen statt. Gemeinderäte und eine Reihe von geladenen Gästen waren gekommen, um neben dem Rückblick auf das abgelaufene Jahr ein Zeichen dafür zu setzten, dass alle im Prinzip am gleichen Strang ziehen, um für Isny das Beste zu erreichen. Höhepunkt des Abends war die Würdigung von Oswald Längst und Rudolf Daumann, zwei langjährige Mitarbeiter der Stadt, die in den Ruhestand verabschiedet wurden.

Der „Jazzpool“ der Jugendmusikschule sorgte für den musikalischen Rahmen, die liebevoll gedeckten und ge- schmückten Tische stimmten mit dem Service und der freundlichen Atmosphäre überein und ein Blick in die Speisekarte ließ ebenfalls einiges erwarten. Es war eine kulinarische Reise in Isnys Partnerstädte. Für das finnische Sotkamo stand eine Möhren-Kokos Suppe mit Shrimps zum Auftakt auf der Karte. Im Anschluss daran hielt Bürgermeister Rainer Magenreuter seine Rede. Als besondere Gäste hatte er seine drei Amtsvorgänger Hubert Benk, Dr. Christof Eichert und Manfred Behrning eingeladen, denn mit allen hatten der ausscheidende Hauptamtsleiter Oswald Längst und Rudolf Daumann, Leiter der Abteilung Baurecht, in über 30 Jahren zusammen gearbeitet. Bürger einbeziehen „Hinter uns liegt – wie auch in den Jahren zuvor – ein interessantes und schwieriges Jahr“, begann Magenreuter seine Ansprache. Die Krankenhaus-Situation, das geplante „Neue Stadttor“ und die Präsentation durch Peter Zumthor vor rund 1500 Zuhörern in den verschiedenen Veranstaltungen waren die Themen 2010. Um die Stadtsanierung war es dagegen etwas ruhiger gewesen. Das soll sich 2011 wieder ändern, so der Bürgermeister. Auch die anderen noch laufenden Projekte sprach Magenreuter an. Es sei wichtig, dass bei allen weiteren Schritten die Bürgerinnen und Bürger bei der Entscheidungsfindung einbezogen werden, betonte er. Bevor der stellvertretende Bürgermeister Peter Clement das Wort ergriff, gab es als Vorspeise Ziegenkäsebällchen im Prosecco-Teigmantel auf Salaten (Partnerstadt Notre Dame de Gravenchon/Frankreich). Danach folgte der erste Hauptgang im Zeichen von Flawil (Schweiz): Züricher Geschnetzeltes mit Champion-Rahmsoße und Rösti. Peter Clement wies im Anschluss auf die besondere Aufgabe in der nachhaltigen Energieversorgung hin. Statements zum neuen Finanzhaushalt und der Wandel im Bewusstsein der Bürger waren ihm ebenfalls wichtig. „Die Bürger sind nach meinem Verständnis auf der Suche nach neuen Werten.“ Über 30 Jahre im Amt Nachdem die Gäste mit „Fish and Chips“ in einer nobleren Form, gedämpftes Kabeljaufilet auf Ratatouille-Gemüse mit Kartoffelchips, an die englische Partnerstadt Street erinnert wurden, stand die Verabschiedung von Oswald Längst und Rudolf Daumann an. Daumann war am 1. November 1974 in Rathaus gekommen, Längst ist am 1. März 1977 als Hauptamtsleiter eingestellt worden. Das er nun auch noch vier Jahre lang Geschäftsführer der Isny Marketing GmbH in einer Doppelfunktion war, zeugt von seiner Schaffenskraft und seinem Ideenreichtum. Zum Abschluss bekamen beide ein Bild des Isnyer Malers Werner Kimmerle überreicht und Längst bedankte sich noch für die persönlichen Erfahrungen, die er gewinnen konnte. „Mein Herz schlägt als dass, eines echten Isnyers und ich werde ein aufmerksamer Bürger bleiben“, versprach er. Die Acapella-Formation „Die Advocalos“ umrahmten mit ihrem Gesang die Power-Point-Präsentation aus Ereignissen der vergangenen 40 Jahre. Mit Dessertvariationen aus den Partnerstädten Andrychow (Polen) und Notre Dame de Gravenchon neigte sich der Abend langsam dem Ende zu.

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