Halde-Nord soll angebunden werden

Turbokreisel wird notwendig

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Damit der Verkehr nach Fertigstellung der Nordspange und mit Anschluss des geplanten Neubaugebiets Halde-Nord weiterhin leistungsfähig abgewickelt werden kann, soll der Dachser-Kreisel in der Memminger Straße zu einem Turbokreisel ausgebaut werden.

Kempten – Obwohl der Kreisverkehr auf Höhe der Firma Dachser in der Memminger Straße derzeit und laut Tiefbauamtsleiter Markus Wiedemann auch nach Anschluss der Nordspange leistungsfähig ist, beschäftigt sich die Stadtverwaltung bereits mit einem Ausbau zu einem Turbokreisverkehr.

Grund ist das geplante Neubaugebiet Halde-Nord, das ebenfalls über diesen Kreisel erschlossen werden soll (der Kreisbote berichtete). Der Ausbau kann jedoch erst nach Fertigstellung der Nordspange erfolgen, also nicht vor 2016. 

Der Ist-Zustand des Kreisverkehrs weißt laut Wiedemann eine gute Verkehrsqualität auf, die Prognosen zufolge auch noch nach Fertigstellung der Nordspange ausreichend sein soll. Nicht mehr leistungsfähig wird der Knotenpunkt allerdings sein, wenn zusätzlich das geplante Neubaugebiet Halde-Nord über den Kreisel erschlossen wird. 

Bei der Suche nach einer Lösung ergab sich für diesen Knoten ein Turbokreisverkehr mit zweistreifiger Zufahrt aus der Memminger Straße und der Stiftsbleiche. Neben den Spurergänzungen im Bereich der Fahrspuren ist auch die Verbesserung der Radwegführung in diesem Bereich vorgesehen. Die bauliche Umsetzung der Maßnahmen rund um und am Kreisel kann erst nach Fertigstellung der Nordspange ab 2016 erfolgen. Dadurch kann während der Bauarbeiten der Verkehr teilweise über die Nordspange umgeleitet werden. Mit Fertigstellung des Neubaugebietes rechnet Wiedemann mit einem zusätzlichen Verkehrsaufkommen von 6000 Fahrzeugen am Tag. Rund 4000 von ihnen sollen über den Kreisverkehr fahren, 2000 über eine Verbindungsstraße zur Heiligkreuzer Straße, die ebenfalls vorgesehen ist. 

Der Bau dieser Verbindungsstraße ist auch Voraussetzung dafür, dass für die geplanten Maßnahmen Zuschüsse beantragt werden können, da die zusätzliche Straße allgemein zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit im gesamten Verkehrsraum im nordwestlichen Bereich Kemptens führe.

Melanie Läufle

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