Eine Entscheidung ist gefallen

Gemeinderat nimmt mehr Geld für die Hofstatt in die Hand 

+
Die Hofstatt (Altstadt Süd) bekommt nun eine Granitpflasterung.

Isny – Baustellen im Innenstadtbereich von Isny werden schon noch einige Zeit das Stadtbild prägen. Bürgermeister Rainer Magenreuter sieht schon länger diesen Bauboom als Ausdruck von Optimismus und den Willen, voranzukommen.

Das zeigt sich auch in den Entscheidungen über die Altstadt Süd, einem Projekt, das Isny zum Aushängeschild für nachhaltige Planungen und Bauvorhaben machen soll und macht.

Die Firma „terra nova Landschaftsarchitektur München“ hat vergangene Woche in der Gemeinderatssitzung zum zweiten Mal die Pläne für die Oberflächengestaltung in der Hofstatt vorgelegt und eine intensive Diskussion folgte. Irgendwie logisch schien es den meisten Gemeinderäten, dass mit der Bergtorstraße, dem Marktplatz und der Fußgängerzone ein relativ einheitliches Erscheinungsbild im Vordergrund stehen sollte und das scheint nun auch Wirklichkeit zu werden: Freie Wähler und SPD sprachen sich für die zwar teurere aber nachhaltige Variante 1 von „terra nova“ aus, in der Hofstatt zwischen Blaserturm und Diebsturm mit Granit zu pflastern und dann auch noch den Stadtbach in Teilbereichen wieder offenzulegen.

Mit großer Sicherheit ist das natürlich deutlich teurer als die Asphaltlösung und 1.550.000 Euro sind kein kleiner Entschluss. Variante 4 hätte als Favorit der CDU mit 1.303.000 Euro auch nicht wenig gekostet.

Nun wird in diesem Bereich erst einmal eine genaue Planung der Beläge öffentlich gemacht und wenn im Jahre 2018 mit dem Bau begonnen werden soll, ist noch eine Menge an notwendigen Schritten zu bewältigen. Mitspracherecht, Finanzierung und Ausführung müssen in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden und die Stadtverwaltung hat längst schon die Ärmel hochgekrempelt, um das auch zu gewährleisten. Wie die Offenlegung des Stadtbachs nun da hineinpasst, wird mit den endgültigen Bauplänen noch zu sehen sein. Vielen Bürgern ist es offensichtlich ein Anliegen, nicht nur funktional ausgerichtete Gestaltung zu sehen, sondern auch am Ende eine Lösung zu erleben, die auch gestalterische Aspekte im nötigen Maße berücksichtigt. Da kommt noch einiges auf die Isnyer zu.

Mit der Umgestaltung des Hallgebäudes, der baulichen Entwicklung am Gasthof Hirsch und letztendlich auch der vorläufigen Gestaltung des großen Parkplatzes ist für den Laien noch nicht ersichtlich, was am Ende dabei herausschaut. Schon jetzt werden Stimmen laut, die mit dem Bau der neuen Häuser ihre Bedenken haben. Am Ende, so Bürgermeister Magenreuter, ist der große Parkplatz auch für Bebauungen vorgesehen, denn ein so großer Freiraum in der Innenstadt ist eigentlich städteplanerisch nicht wünschenswert. An dieser Stelle braucht man sich aber noch keinen Kopf zu machen, denn in den zu erwartenden Bauphasen wird hier vor allem auch schweres Gerät und Baumaterialien viel Platz einnehmen. Eine wichtige Entscheidung ist jedenfalls gefallen. Der Weg ist frei für den nächsten Schritt. Bleibt zu hoffen, dass niemand ins Stolpern kommt.

Manfred Schubert

Auch interessant

Meistgelesen

Sportausschuss stellt Förderung für lang ersehnte Schnitzelgrube in Aussicht
Sportausschuss stellt Förderung für lang ersehnte Schnitzelgrube in Aussicht
Platz zwei beim Internationalen Immenstädter Schwimmfest
Platz zwei beim Internationalen Immenstädter Schwimmfest
Eschacher Loipe wird wieder durchgehend präpariert
Eschacher Loipe wird wieder durchgehend präpariert
Stadtarchivar Dr. Böck hält Vortrag "1818-2018 – 200 Jahre Kempten"
Stadtarchivar Dr. Böck hält Vortrag "1818-2018 – 200 Jahre Kempten"

Kommentare