Einblick in die Vermarktung

Meisteranwärter aus Rotholz besuchen Kemptener Meisterschüler

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Im Stall der Familie Lechner in Stumm, Tirol: Christan Gabler von der Landwirtschaftsschule Kempten, Projektinitiator Rainer Hoffmann und Sebastian Lechner vom Meisterkurs Rotholz.

Kempten – Die neue Schulpartnerschaft zwischen der Landwirtschaftsschule Kempten und der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Rotholz wurde als gefördertes Interreg Projekt EVS 30 „Berglandwirtschaft“ gegründet.

Ziel ist es, den Austausch und die Vernetzung grenzübergreifend zu fördern. Gemeinsame Betriebsbesuche und Exkursionen sowie begleitende gemeinsame Unterrichtseinheiten bilden die Grundlage. Nach dem Besuch der Allgäuer Meisteranwärter in Tirol im vergangenen Dezember fand nun der Gegenbesuch in Kempten statt. An zwei Tagen bekamen Allgäuer wie Tiroler Meisteranwärter Einblicke in die Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten. So wurden etwa die Markenprogramme „Prima Rind und Kalb“ und „Von hier“ vorgestellt. 

Die Allgäuer Molkerei HofMilch zeigte ihren Ansatz bei der Produktvermarktung und Innovation. Da es im Allgäu viele bewirtschaftete Alpen gibt, stellte Andrea Buhl den Verein Allgäuer Alpgenuss vor. Fehlen durfte auch der Tourismus mit Urlaub auf dem Bauernhof nicht. Neben den Theorieeinheiten stand vor allem der Austausch in der Praxis auf dem Programm. So fanden am zweiten Tag vor allem Betriebsbesichtigungen statt. Als erstes besuchten die Studierenden dabei den Betrieb von Johannes Egger. Dieser hatte komplett von Milchvieh auf Ziegen umgestellt. 

Das zweite Ziel war die Familie Babel in Wald, die mit Milchwirtschaft, Hotel und Gaststätte sowie Hofkäserei besonders breit aufgestellt ist und auf eine hohe Wertschöpfung im eigenen Betrieb setzt. Abgerundet wurde das Besichtigungsprogramm durch den Betrieb von Franz Guggenmos, der auf Heufütterung mit Warmbelüftung und automatischer Fütterung setzt. Neben dem gemeinsamen Unterricht fand der Austausch aber vor allem in den Betrieben der Meisteranwärter statt. Die Tiroler Landwirte halfen ihren Kollegen bei der Stallarbeit während ihres Besuches. 

„Da ist man viel näher dran“, erklärte ein Tiroler Landwirt ganz begeistert. Anders als bei einer Besichtigung könne so etwa der Arbeitsaufwand viel besser eingeschätzt werden. Ganz nebenbei kann man sich beim Melken auch über die unterschiedlichen Ausbildungswege oder Herausforderungen der Landwirtschaft in beiden Ländern unterhalten. Meisteranwärter wie Lehrkräfte freuen sich über den lebhaften und intensiven Austausch durch die neue Schulpartnerschaft. „Innovation und unternehmerisches Handeln wird auch in der Landwirtschaft immer wichtiger“, da waren sich die Meisteranwärter beider Länder einig. Der Regionen übergreifende Austausch setzt hier an. „Konkret sind neben den gegenseitigen Besuchen derzeit noch Praktika und ein Vermarktungsprojekt geplant“, so der Initiator der Partnerschaft, Landwirtschaftsdirektor Rainer Hoffmann. 

kb

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