Ausbreitung wird hoch eingestuft

Meldepflicht für Huhn & Co. - Friedrich-Loeffler-Institut warnt vor Gefahr der Geflügelpest

Mehrere Gänse
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Das Veterinäramt des Landkreises Lindau bittet Geflügelhalter ihre Tiere zu schützen und dem Amt zu melden.

Lindau/Westallgäu – Seit Ende Oktober 2020 wurden in Deutschland 14 Fälle der hoch pathogenen Geflügel-pest, auch aviäre Influenza (HPAI) genannt, H5N5 und H5N8, bei Wildvögeln in Hamburg, Mecklenburg-Vor-pommern und Schleswig-Holstein festgestellt. Die Funde der verendeten Vögel an der Nord- und Ostseeküste lagen an den Zwischen- und Überwinterungsquartieren des herbstlichen Vogelzugs. In der aktuellen Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 2. November wird das Risiko für weitere Einträge von HPAIV H5 nach Deutschland sowie der Ausbreitung in der Wasservogelpopulation und des Eintrags in Nutzgeflügelhaltungen im Laufe des Herbstes oder Winters als hoch eingestuft.

Das Veterinäramt des Landkreises Lindau bittet deshalb auch alle Geflügelhalter im Landkreis die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen einzuhalten, um die Geflügelbestände vor einem Eintrag des Erregers zu schützen, sowie eine mögliche wei-tere Verbreitung zu vermeiden. In der Geflügelpest-Verordnung ist in den Paragraphen 3, 4 und 5 (Fütterung und Tränkung, Früherkennung sowie Schutzkleidung) gesetzlich vorgeschrieben welche Biosicherheitsmaßnahmen und Überwachungs- bzw. Abklärungsuntersuchungen konsequent für Geflügelhalter einzuhalten sind.

Insbesondere ist die Errichtung einer funktionierenden physischen Barriere zwischen den Habitaten von wilden Wasservögeln – zum Beispiel Gewässer, Felder, auf denen sich Gänse, Enten oder Schwäne sammeln – und den Geflügelhaltungen wichtig. Be-rücksichtigt werden müssen vor allem indirekte Eintragswege wie kontaminiertes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände, etwa Schuhwerk, Schubkarren, Fahrzeuge u. ä.Tiere melden und Auffälligkeiten anzeigen.

Weitere Informationen hierzu können auch dem Merkblatt des Friedrich-Loeffler-Instituts „Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest in Kleinhal-tungen“, welches man unter www.openagrar.de findet, entnommen werden. Geflügelhaltungen im Land-kreis Lindau müssen dem Veterinäramt unter Tel. 08382/27 0 5 02) unter Angabe von Namen, Anschrift, Anzahl und Standort der gehaltenen Tiere sowie Haltung in Freiland- oder Stallhaltung angezeigt werden. Außerdem sollten auffälliges Verhalten und Totfunde bei Wildvögeln dem Veterinäramt zur Bergung und Untersuchung gemeldet werden.

kb

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