Kunstworkshop für Behinderte

Fabelhafte Fabelwesen

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Auf dem Scheunen-Dachboden von Uwe Neuhaus Kunsthof geben sich die hübschesten, wildesten, buntesten fabelhaften Fabelwesen ein Stelldichein…. Links hinten im Foto Christine Neuhaus und (3.v.l. hinten) Kunstmaler Uwe Neuhaus.

Kempten – „Einfach fabelhaft“ – ob eckig, kreisrund oder quadratisch die Künstlerinnen und Künstler der offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Kempten konnten beim traditionellen Kunstworkshop auf dem Kunsthof von Uwe und Christine Neuhaus ihrer Kreativität einmal mehr freien Lauf lassen.

Diesmal stand das Kunstwochenende für die 15 Teilnehmer der OBA und zwei Teilnehmern der CAJ unter dem Motto: „Fabelhafte Fabelwesen“. „Gemeinsam basteln, malen, sich gegenseitig helfen und gleichzeitig ganz individuell seine Ideen zum Thema verwirklichen – das ist es, was diesen inzwischen achten Workshop so erfolgreich macht“, ist sich der Allgäuer Kunstmaler Neuhaus sicher.

30 Interessenten hatten sich in diesem Jahr zu dem Kunstwochenende auf dem Kunsthof in Opprechts angemeldet. Die Hälfte musste aufs nächste Jahr vertröstet werden. Denn: „Sonst können wir den Teilnehmern mit Behinderung nicht mehr ausreichend gerecht werden“, so Christine Neuhaus, die bei der Lebenshilfe Kempten arbeitet. Diesmal ist durch das Mitmachen von zwei CAJ-lern am Rand der Inklusionsgedanke auch spürbar. „Wir lernen alle voneinander“, so Robert Kugelmann von der CAJ. Einige Schüler der Tom-Mutters-Schule werden beispielsweise im Sommer einen „Gegenbesuch“ im CAJ-Bayerncamp machen.

Für die Entwicklung der fabelhaften Fabelwesen ist der Dachboden der ehemaligen Scheune gerade richtig. Verstreut stehen Tische mit Farben, Deko-Materialien, Hammer und Pin- seln umeinander. Mit Federn, Hanf, Perlen, Schnüren, Knöpfen, Eierwaben, Hölzern wird eifrig geklebt, gepinselt und gehämmert.

Bart und Federschmuck

Eduard hat sich mit seinem Fabelwesen ein wenig abseits gesetzt. Aus Eierwaben formt er die Augen und gibt dem Fabelgesicht damit einen dreidimensionalen Touch. Korbinian sitzt ebenso ein wenig abseits am Boden und gibt seinem Werk Haare und Farbe. Daniel kümmert sich intensiv um die Verzierlichkeit des Stabes von seinem Fabelwesen. Emanuels Geschöpf bekommt einen „laaaaangen“ Bart und einen Federschmuck. Praktikantin Pia hat sich für ihre Fabelfigur rein auf die Farbe grün beschränkt. Stephan bastelt für sein Fabelwesen sogar noch eine Krone.

Uwe Neuhaus ist begeistert von den Ergebnissen aus der Fabelwelt: „Da steckt soviel Kraft und Energie dahinter. Der Workshop hat mir wieder mal gezeigt, wie viel wir von Menschen mit Behinderung noch lernen können.“

Und natürlich wird an dem Kunstwochenende nicht nur gewerkelt – da bleibt immer noch Zeit für die Disco am Abend, Jonglier-Versuche im Garten und gemütliche Gespräche beim Essen.

Beim Buchenberger Festum- zug am 27. Juli und beim Sommerfest der Lebenshilfe Kempten am 4. Juli sollen die fabelhaften Fabelwesen öffentlich gezeigt werden.

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