Festlicher Gottesdienst

"Schön, dass es solche Leute gibt"

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Andreas Ziegler, Regionalleiter des Mesnerverbandes der Diözese Augsburg, überreicht Marlies Rauh die Ehrenurkunde des Mesnerverbandes.

Dietmannsried – Der Weltmissionssonntag, das Fest der weltweiten Kirchengemeinschaft und -versammlung,  stand in Dietmannsried auch im Zeichen einer feierlichen Verabschiedung: Mesnerin Marlies Rauh geht in den Altersruhestand.

Ausgehend vom Leitwort des Weltmissionssonntags, „Dein Wort ist ein Licht für meine Pfade“, ging Pfarrer Dr. Martin Awa in seiner Predigt auf die Besonderheit der scheidenden Mesnerin ein: Gott habe ihr das Talent zum Sammeln, zum Versammeln gegeben – in der Familie wie in der Pfarrei – und in ihrer Tätigkeit sei sie „ein Licht  für unsere Versammlung gewesen.” „Schön, dass es solche Leute gibt, die Lichter sind für andere Menschen“, sagte Awa. Er könne der „Mama vom Kirchplatz“ persönlich und im Namen der Pfarrei nur von Herzen für die 18-jährige Mühe und Sorge für das Gotteshaus und die tiefe Verbundenheit mit der Kirche danken.

In der Mitgestaltung des festlichen Gottesdienstes brachte  der Kirchenchor mit Motetten und Liedsätzen vom Frühbarock bis zur Gegenwart den Dank an sein langjähriges Chormitglied musikalisch zum Ausdruck.

Ein Tag des Dankes war es auch für den Regionalleiter des Mesnerverbandes der Diözese Augsburg, Andreas Ziegler. Der Dienst an Gott und den Menschen sei Gottesdienst und komme auf vielfältige Weise zurück und auch im Ruhestand ist und bleibt man Mesner in den Herzen. Als Zeichen des Dankes überreichte Ziegler eine Ehrenurkunde des Mesnerverbandes.

Seitens der Kirchenverwaltung sprach Josef Sommer Rauh ein Dankeschön für alle ihre Tätigkeiten aus, die auch schon mal das Maß des Dienstlichen sprengten. Für sie sei der Mesner-Beruf tagtäglich Berufung gewesen. Dass der Blumenschmuck eines ihrer großen Hobbys sei, habe man beim Betreten der Pfarrkirche stets vor Augen gehabt. Darüber hinaus sei sie eine engagierte Verwalterin und Betreuerin des Pfarrsaals gewesen, habe den Ministranten und Sternsingern bei deren Aktionen immer hilfreich zur Seite gestanden und bei weiteren Diensten habe sie sich immer als eine verlässliche Partnerin mit eingebracht. 

Im Namen der Ministranten gaben Stefanie Trunzer und Thomas Wagner humorvoll Einblicke in die gemeinsam verbrachte Zeit und Erlebnisse bei Ministrantenstunden und -ausflügen, ihre stete Präsenz in der Sakristei, wo sie „entgegen anderslautender Meldungen keinen Zweitwohnsitz“ hatte, ihr Organisationstalent beim Basteln von Osterkerzen, ihre Ruhe und Ausgeglichenheit auch im größten Durcheinander und ihre Fürsorge. Allzeit habe sie auch ein Ohr für private Sorgen und Nöte ihrer „Minis” gehabt und standen eine Prüfung oder Schulaufgabe an, habe sie nicht selten in der Kirche eine Kerze angezündet.

Nicht weniger voll des Dankes waren auch Sonja Kramer von der Kolpingfamilie, die noch besonders das schauspielerische Talent beim Theaterspielen herausstellte, sowie Benjamin Kaiser von der Jugendleiterrunde, die einen für den Anlass ausgedachten fetzigen Song voller Rhythmik und Dynamik zum Besten gab.

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