Baubeginn mit einem guten Gefühl

Minister Guido Wolf überbringt persönlich den Fördermittelbescheid für das Hallgebäude

Isny – Das war ein angenehmer Besuch eines Ministers der Landesregierung in Isny. Man kann beim Projekt Hallgebäude schon von einem „Geldregen“ sprechen. Bürgermeister Rainer Magenreuter und die Vertreter der Fraktionen im Gemeinderat wie auch der Leiter des Bauamtes, Claus Fehr, strahlten jedenfalls, als der Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf mit dem Förderbescheid unter dem Arm im historischen Sitzungssaal des Isnyer Rathauses eintraf.

Wenn man bedenkt, wie lange der Umbau des Hallgebäudes wegen der entstehenden Kosten in der Schwebe war, dann zeigt sich nun, dass eine mutige Planung auch auf fruchtbaren Boden fallen kann. Da hatten schon einige der Gemeinderäte ein ungutes Gefühl, als es um die voraussichtlichen Kosten ging. 4,5 Millionen Euro sind schließlich eine stattliche Summe. Schon zu diesem Zeitpunkt waren die Anträge auf Fördermittel gestellt. Die Lage hat sich deutlich entspannt. Aus dem „Topf“ für Stadtsanierungen kann ein Zuschuss von 1,9 Millionen Euro erwartet werden, der Minister hatte aus dem Fonds für Tourismusförderung 383.000 Euro mitgebracht und als Sahnehäubchen sind für den Umbau des Hallgebäudes von einer anonymen Spenderin 450.000 Euro angekommen, wie ebenfalls beim Empfang mitgeteilt wurde.

Wolf war nicht alleine gekommen. Auch Axel Müller, Mitglied des Bundestages und davor Vorsitzender Richter am Landgericht hatte sich ebenfalls im Rathaus eingefunden. Immerhin ist er als Abgeordneter immer wieder auch für die Belange Isnys eingetreten. Also rundum eine fröhliche und freundliche Atmosphäre im Rathaus. Die sich ergebende Gesprächsrunde stand unter den gleichen Vorzeichen. 

Bürgermeister Magenreuter sprach die Historie des Hallgebäudes an und mit einem strahlenden Lächeln machte er klar: „Die Fördermittel aus Baden-Württemberg sind nirgends so gut eingesetzt wie in Isny.“ Minister Wolf konnte auch einige Akzente setzen. Im vergangenen Jahr gab es in Baden-Württemberg 350 Millionen Übernachtungen und im Tourismus sind derzeit mehr Menschen beschäftigt als im Fahrzeugbau. Die Tourismuskonzeption von 2009 wird erfolgreich fortgeschrieben und auf die Gemeinden im Grenzbereich wird besonders geachtet. Seine Frage nach dem Stand der Digitalisierung konnte Magenreuter auch beantworten. Die Stadt und das Rathaus sind durch die noch laufenden Umbauten auf dem rein technisch neuesten Stand. Rund 50 Kilometer Kabel sind eingezogen worden und der neue Server wird noch lange den Anforderungen entsprechen. Schwierig ist es für die Servicefirmen, die Anschlüsse nun auch zeitnah zu vollziehen.

Noch einmal die Fakten: Durch die erfreuliche Menge an Fördermitteln und die Spende sind rund 1,5 bis zwei Millionen Euro zu verkraften und davor fürchtet sich hoffentlich niemand. Magenreuter hat die Einladung ausgesprochen, dass Minister Wolf gerne einmal wieder nach Isny kommen könnte, auch wenn er keinen Fördermittelbescheid mitbringt. Immerhin hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann auch schon weitgehend anonym auf dem Jägerhof Station gemacht und dann mit dem Bürgermeister zusammen die Stadt ausführlich besichtigt.

Manfred Schubert

Auch interessant

Meistgelesen

Hallo Kempten! Wir sind die neuen Babys!
Hallo Kempten! Wir sind die neuen Babys!
Großer Andrang herrschte beim Tag des offenen Rathauses 
Großer Andrang herrschte beim Tag des offenen Rathauses 
Pläne an der Riederau: Nein von ÖDP und Grünen wird überstimmt
Pläne an der Riederau: Nein von ÖDP und Grünen wird überstimmt
Interessengemeinschaft aus Landwirten kämpft gegen die neue Düngemittelverordnung 2025
Interessengemeinschaft aus Landwirten kämpft gegen die neue Düngemittelverordnung 2025

Kommentare