"Die Arbeit geht nicht aus"

163. Mitgliederversammlung der Feuerwehr Kempten e.V.

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Stadtbrandrat Andreas Hofer leitete die 163. Mitgliederversammlung der Freiwllligen Feuerwehr Kempten e.V. im ehemaligen Haus Hochland und heutigem S‘Lorenz.

Kempten – Am vergangenen Wochenende lud die Freiwillige Feuerwehr Kempten e.V. zur Mitgliederversammlung. Proppenvoll war die Versammlung der Kemptener Floriansjünger, die in diesem Jahr aufgrund der Umbauarbeiten im Kornhaus ins S‘Lorenz ausweichen mussten.

Neben rund 150 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Kempten konnte Stadtbrandrat (SBR) Andreas Hofer auch Kreisbrandrat Michael Seger, den Stadtbrandinspektor Stefan Hager, Kreisbrandinspektor Joachim Freudig sowie zahlreiche Vertreter des Stadtrats begrüßen und hochrangige Vertreter der Polizeiinspektion Kempten, des THW, der Johanniter und des BRK. Oberbürgermeister Thomas Kiechle ließ sich von Bürgermeister Josef Mayr vertreten. In seiner Funktion als Stadtbrandrat kam Andreas Hofer im ersten Tagesordnungspunkt „Bericht des Vorstands“ auf die aktuelle Situation der Freiwilligen Feuerwehr Kempten zu sprechen. 

481 Frauen und Männer sind derzeit in den Löschzügen 1 (Hauptwache), 2 (Hauptwache), 3 (Lenzfried), 4 (Sankt Mang), 11 (Stadtweiher), 13 (Hohenrad), 14 (Leubas) und 15 (St. Lorenz) bei der Freiwilligen Feuerwehr Kempten aktiv. Dazu zählen noch die Aktiven der zwei Kemptener Werksfeuerwehren ESK Ceramics und Edelweiß Milchwerke. Grundsätzlich sei die technische Ausstattung der Feuerwehr gut, allerdings gebe es ein Problem mit fehlendem Platzangebot. „Wir platzen aus allen Nähten“, so die drastischen Worte des Stadtbrandrates. Dieses Problem müsse dringend auf das Tableau der Feuerwehrbedarfsplanung gesetzt werden und im Dialog mit den Verantwortlichen der Stadt angegangen werden. Wünschenswert wäre auch, wenn Aktive der Feuerwehr Kempten Wohnraum in der Nähe ihrer Löschzüge finden würden, damit diese im Notfall schnell einsatzfähig sind. 

Hofer verkündete zudem dass die Mitgliederwerbung und Öffentlichkeitsarbeit zukünftig zusammengefasst werde und verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass der Internetauftritt der Freiwilligen Feuerwehr Kempten derzeit überarbeitet werde. Auch wenn die Pflicht zur Anbringung von Rauchwarnmeldern nun gesetzlich vorgeschrieben sei, ist laut Hofer langfristig eher mit einem Rückgang der Einsätze zu rechnen. Der Einführung dieser Pflicht steht er trotz einer kurzfristig gestiegenen Zahl von Einsätzen, Stichwort Türöffnungen, positiv gegenüber, weil dadurch in aller Regel Schlimmeres vermieden werden kann. In seinem Bericht verwies Hofer auf die kommende Floriansmesse des Löschzugs Lenzfried am 27. April. 

Des Weiteren sprach der Stadtbrandrat über die Beteilung der Freiwilligen Feuerwehr Kempten an Spendenaktionen wie „Aktionsbündnis Allgäu – Das Allgäu packt‘s“. Explizit hob er die Sachspenden an die Feuerwehr des rumänischen Ortes Anina hervor. Als ärgerlich empfand er die Berichterstattung der Presse zur Absage des diesjährigen Gaudiwurms der Faschingsgilde Rottach, bei der der Freiwilligen Feuerwehr Kempten der schwarze Peter zugeschoben worden sei. „Der Faschingsumzug 2019 wurde sicherlich nicht aufgrund unseres läppischen dreistelligen Betrages abgesagt“, so der Stadtbrandrat. In einer abschließenden Fragerunde meldete sich ein Zuhörer zu Wort, um sich über das Verhalten einiger Stadträte beim Thema Feuerwehrhaus in Hohenrad zu beschweren, wofür er großen Zuspruch aus den Reihen der Versammlung erntete. Zahlen Für das abgelaufene Jahr 2018 konnte die Frewillige Feuerwehr Kempten insgesamt 1099 Einsätze vermelden. Das ist ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

„Im Jahr 2011 betrug die Zahl der Einsätze lediglich 761“, gab Hofer an, womit er die gestiegene Inanspruchnahme der Kemptenrer Feuerwehr grundssätzlich verdeutlichen wollte. In Stunden gerechnet wurden somit im Jahr 2018 exakt 9815 Stunden abgeleistet. Aufgesplittet ergibt sich für die Einsätze der Freiwllligen Feuerwehr Kempten folgendes Bild: Einsätze im abwehrenden Brandschutz (Brände) 486, Einsätze im Technischen Hilfsdienst (THL) 566, Einsätze mit ABC-Gefahrstoffen 35 und Sonstige Tätigkeiten zwölf. Bei den Wachleistungen wurde eine Stundenzahl von 9326 (200 mehr als im Vorjahr) bei 214 Einsätzen abgeleistet. Davon entfielen 116 auf Wochenend- und Feiertagswachen und 98 auf Sicherheitswachen. 

Ehrungen:

10 Jahre Dienstzeit: LZ 1 Dany Christian, LZ 1 Scholz Michael, LZ 2 Hager Jasmin, LZ 2 Hörburger Dominik, LG 11 Maurus Fabian, UG-ÖEL Specka Sabine, WFW Edelweiß Santangelo Agatino

20 Jahre Dienstzeit: LZ 2 Kara Ferhat, LZ 2 Klopf Christian, LG 11 Notz Markus, LG 11 Schütz Christian, WFW 3M Bonfert Werner, WFW 3M Haller Steffen

30 Jahre Dienstzeit: LZ 2 Decker Christoph, WFW 3M Missum Hans-Jürgen, WFW Edelweiß Wirth Peter

40 Jahre Dienstzeit: LZ 1 Appelt Michael, LZ 1 Gläßer Richard, LZ 2 Pfeiffer Jürgen, WFW 3M Neuger Thomas

50 Jahre Vereinsmitgliedschaft: Egli Kurt, Leutherer Wolfgang

60 Jahre Vereinsmitgliedschaft: Passiv Kugler Sylvester (passiv),Schleyer Siegfried (passiv), Vogl Erdmann (passiv), P 3 Betz Adolf

70 Jahre Vereinsmitgliedschaft: Amend Rudolf (passiv), Peter Otto Theodor (passiv), Stoll Siegfried (passiv)

Ehrennadel für 80% Übungsbesuch: LG 11 Hennig Philipp, LG 11 Friedrich Johanna

Ehrenspange 80% Übungsbesuch: LZ 1 Heel Christoph LZ 1 Heine Gabriel LZ 1 Gläßer Matthias LZ 1 Scheele Wolfgang

Ehrenmitglied: Albert Seybold (passiv)

Ehrenspange des SFV in Silber: LZ2 Dengs Holger

Ehrenzeichen in Gold (BFV): LZ1 Berz Rudolf

Staatliches Ehrenzeichen in Silber (25 Jahre aktive Dienstzeit):

LZ 1 Müller Clemens LZ 2 Hager Stefan LZ 2 Sirch Christoph LG 11 Dartmann Tobias

Staatliches Ehrenzeichen in Gold (40 Jahre aktive Dienstzeit): LZ 1 Appelt Michael LZ 1 Gläßer Richard LZ 1 Pfeiffer Jürgen WFW 3M Neuger Thomas

Deutsches Feuerwehr Fitness Abzeichen:

LZ 1 Scheele Wolfgang LZ 2 Hörburger Dominik LZ 2 Kraft Christian

Jörg Spielberg

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