Kleingärtner können neuen Kassierer finden

Vorstand wieder komplett

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CSU-Stadtrat Richard Hiepp (links), Vorsitzender Manfred Keppeler (3.v.l.) und seine Stellvertreterin Friederike Binzer-Groß (rechts) mit den Geehrten Karoline Selzer (2.v.l., stellvertretend für ihren Mann Herbert) und Angelika und Wolfgang Kiehn.

Kempten – Die Appelle des Vorstands wegen einiger unbesetzter Ämter fielen offenbar auf fruchtbaren Boden. So konnten bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins der Kleingärtner bis auf den Fachberater und Baumwart alle Posten besetzt werden.

Fast einstimmig wählte die Versammlung Albert Keller zum neuen Kassierer. Irina Jäger, Karin Ritter, Eduard Dillmann und Roman Sawratzki wurden als Beisitzer neu gewählt. Vorsitzender Manfred Keppeler lies in seinem ersten Rechenschaftsbericht die Vereinsarbeit des vergangenen Jahres Revue passieren. Nach einem fast kompletten Wechsel der Vorstandsmannschaft im Vorjahr musste viel Zeit mit Einarbeitung aufgebracht werden. Keppeler betonte, dass dies sehr gut gelungen sei und der Verein somit solide weiter geführt werden kann. 

 Die zweite Vorsitzende Friederike Binzer-Groß trug mit einer Änderung dazu bei, dass die neuen Gartenpächter gesondert eingeladen, dem breiten Publikum in der Versammlung vorgestellt und mit einem Blumengeschenk bedacht wurden. 

 Dank für Engagement

 Der Beauftragte im Stadtrat für Landwirtschaft und Umwelt, Richard Hiepp (CSU), bedankte sich als Vertreter im Namen der Stadt für die geleistete Arbeit und somit auch für den Dienst am Allgemeinwohl. Gärten seien ein Rückzugsort für Kleingärtner, aber auch ein Paradies für Kinder. Er schlug in launigen Worten als aktiver Landwirt eine Brücke zu den Kleingärtnern, indem er betonte, dass diese ja auch auf gepachteten Grundstücken bemüht seien, gesunde und wertvolle Lebensmittel zu erzeugen. Allerdings in kleinerem Maßstab. Ein Landwirt benötige wesentlich mehr Flächen um einen Hof umzutreiben als ein Kleingärtner. Um eine Milchkuh das ganze Jahr über mit Futter zu versorgen, seien immerhin fünf bis siebentausend Quadratmeter nötig, so Richard Hiepp. 

Beiträge steigen 

Nach den Erklärungen des Vorsitzenden zu notwendigen Satzungs-Änderungen wurden diese einstimmig von den Mitgliedern beschlossen. Ebenso konnte die vorgeschlagene Erhöhung des Mitgliedsbeitrages ab dem kommenden Jahr um zehn Euro auf 45 Euro mit nur wenigen Gegenstimmen verabschiedet werden. Außerdem berichtete der Vorsitzende von Änderungen der städtischen Lärmschutzverordnung und baulicher Anlagen. In den entsprechenden Passagen muss daher die Gartenordnung angepasst werden. Direkt an den Betriebshofleiter Uwe Gail konnten sich die Gartler zum Ende der Veranstaltung mit ihren Fragen wenden. Er sicherte zu, sich ihrer Themen anzunehmen. 

Beim Thema Baum- und Sträucherschnitt bat Gail die Versammlung um etwas Geduld, da hier bereits seit Ende Februar der Schutz der brütenden Vögel Vorrang genieße. Für 40-jährige Mitgliedschaft im Verein wurde Herbert Selzer aus der „Gartenanlage Breite” geehrt. Selzer war viele Jahre im Vorstand als Kassenverwalter und Naturschutzbeauftragter aktiv tätig. Die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft erhielten Angelika Kiehn und Wolfgang Kiehn. Herbert Hehl wurde nach über 20-jähriger Tätigkeit als Fachberater und Baumwart des Vereins mit einem Geschenk verabschiedet.

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