Stadtexpedition: Mitmachen ist gefragt

KemptenerInnen sollen das "Wohnzimmer der Stadt" mitgestalten

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Schon bei der Eröffnung der Mitmach-Ausstellung „Kempten macht Museum“ waren die Hörstationen sehr begehrt.

Kempten – Es war eine große Eröffnungsfeier vergangenen Samstagabend, bei der sich Gäste quer durch die Generationen im Alpin-Museum dicht an dicht drängten. Viele von ihnen wurden auch gleich aktiv, denn das Angebot mit unterschiedlichen Mitmachstationen war einladend. Eröffnet wurde die neue Mitmach-Ausstellung „Kempten macht Museum!“ der Stadtexpedition Kempten, die bis zum 8. Juni 2018 Bühne der bisher 22 Stadtexpeditionsprojekte und -aktionen ist.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Identität und Lebensgefühl der Kemptenerinnen und Kemptener und dazu können die Besucher an Erlebnisstationen nicht nur selbst beitragen, sondern auf Fotografien, in Statements und Filmen auch einiges entdecken; schließlich ist das Stadtexpeditionsteam um die Kulturwissenschaftlerin Caroline Keim mit diversen Kooperationspartnern schon seit Juni 2016 auf Spurensuche, um das Gefundene ins neue Kempten-Museum im Zumsteinhaus zu integrieren: besondere Orte, Objekte, Interessen – die Sicht der Menschen in Kempten auf ihre Stadt.

Mitmachausstellung "Kempten macht Museum" öffnet ihre Pforten

 © Tröger
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Für OB Thomas Kiechle ergab sich daraus vor allem eine gute Gelegenheit „die Bürgerinnen und Bürger in die Themen und Entscheidungen der Stadt miteinzubeziehen“. Es sei von Anfang an der Wunsch gewesen, eine Museumsentwicklung „von unten nach oben“, also mit der Partizipation der Bürgerinnen und Bürger zu realisieren, was „sehr gut angekommen ist“. So hätten sich in den Projekten von Obdachlosen bis zu Schülern verschiedenste Gruppen der Gesellschaft damit auseinandergesetzt, „was für sie Heimat ausmacht“ bzw. was Kempten für sie bedeutet. Dass die gesammelten „Schlaglichter“ der TeilnehmerInnen auch ihren „Niederschlag im Museum finden müssen“, stand für Museumsleiterin Dr. Christine Müller-Horn, „wenn man die Partizipation ernst nimmt“, außer Frage.

Kempten total

Wer also noch Beiträge liefern möchte, findet dafür an zahlreichen Mitmach- und Erlebnisstationen Gelegenheit. Dort können Besucher ihre eigene Identität in Bezug auf die Stadt Kempten ausloten oder auch ihre Meinungen, Vorlieben etc. hinterlassen, z.B. durch markieren seines Lieblingsplatzes auf einer Stadtkarte, durch nennen der Speise, die man persönlich mit Kempten verbindet.... Es gibt Riech- und Hörstationen, die Kempten-Düfte und -Klänge präsentieren sollen. Dazu lädt ein Rahmenprogramm mit speziellen Führungen, einer Podiumsdiskussion und einer Denkrunde sowie Duft- und Soundcollagen-Workshops ein. Auch darüber, welche Gegenstände zum Start des Stadtmuseums dort ihren Platz im so genannten „Bürgerraum“ finden werden, können die Besucher mitentscheiden und zwar beim „Objekt-Ranking“.

"Wohnzimmer der Stadt"

Das Museum soll das „Wohnzimmer der Stadt“ werden, so der Wunsch von Müller-Horn. Ihre privaten Wohnzimmer haben viele Kemptenerinnen und Kemptener geöffnet, um sich darin fotografieren zu lassen. Auch sie sind in der Ausstellung, die in die vier Bereiche Individuum, Mitmenschen, Stadt und Traum gegliedert ist, präsent. Die räumliche Gestaltung haben die beiden Kommunikationsdesign-Studentinnen an der Hochschule in Augsburg, Juliane Gördes und Johanna Wenger, im Rahmen ihrer Bachelor-Arbeit entwickelt.

Mehr Infos zur Ausstellung, zur Stadtexpedition und zum Rahmenprogramm gibt es im Internet unterwww.stadtexpedition-kempten.de.

Christine Tröger

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