Großes Interesse für neue Doku

Mobilfunk – eine Gefahr für die Gesundheit?

+
Franz Josef Krumsiek von der Mobilfunk-Bürgerinitiative

Kempten – „Einblicke in die gesundheitlichen Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung“ – der neue Dokumentarfilm „Faktencheck“ von Lothar Moll und Klaus Scheidsteger gab zahlreiche Informationen rund um die Mobilfunkstrahlung mit möglichen Folgen auf Mensch, Natur und Umwelt.

Ein Film jenseits von Lobbyismus und gekaufter Wissenschaft, so die Aussage des Produzenten Lothar Moll zu seinem Film. Zahlreiche Gäste waren letzten Montag der Einladung der Mobilfunk Bürgerinitiative Kempten und der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) Kempten zu einem Filmabend in den Pfarrsaal der Klosterkirche St. Anton in Kempten gefolgt. Die Mobilfunk Bürgerinitiative Kempten setzt sich ein für eine gesunde Umwelt ohne gefährdende Strahlung durch überhöhte Sendeleistungen der Mobilfunkanlagen, für WLAN-freie Kindergärten, Schulen, Wohnungen etc., eine Aufklärungspflicht im Umgang mit Handy und Funkanlagen, sowie dem Einsatz von weniger bedenklichen Übertragungstechniken. 

Sie möchten auf die gesundheitlichen Gefahren und Risiken für die Zukunft des Lebens durch hochfrequente, gepulste Strahlung, verursacht durch den Mobilfunk aufmerksam machen. Es sei besonders die Generation unserer Kinder und Jugendlichen, die außergewöhnlich gefährdet sei, so Franz Josef Krumsiek, Vertreter der Bürgerinitiative. Denn gerade die jungen Menschen nutzen die Technologie, wie Smartphone und Tablet-PC, sehr intensiv und körpernah. So habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die gepulste, polarisierte, nicht ionisierende Mikrowellenstrahlung, mit denen die mobilen Geräte kommunizieren, als möglicherweise krebserregend eingestuft. In dem gezeigten Dokumentarfilm „Faktencheck“ konnten die interessierten Gäste viele Informationen zu neuesten, internationalen und unabhängigen Studien und Nachweisen aus der Wissenschaft zur Gefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung und der damit verbundenen weitreichenden Folgen für Embryos, Kinder und Erwachsene erhalten. 

So zeigt der Film anhand von bildgebenden Untersuchungen, dass etwa Mobilfunkstrahlungen bei Kindern viel tiefer ins Gehirn eindringen könnten als bei Erwachsenen und so zu den unterschiedlichsten Krankheiten führen können, angefangen bei Verhaltensstörungen bis hin zu Krebserkrankungen. Oder wie die WLAN-Strahlung, die Einfluss auf unsere Gehirnentwicklung, unser Nervensystem und unsere Organe – Herz, Leber und Schilddrüse nehmen könne, die gesundheitsschädlichen Auswirkungen habe auf Lernfähigkeit und Leistungsfähigkeit und die Schädigung der DNA verbunden mit einem erhöhten Tumorrisiko. Die Mikrowellenstrahlung werde zudem als Ursache für Alzheimer, Demenz, Depressionen etc. gesehen. 

Der Film erklärt auch die natürlichen Strahlungsfrequenzen und deren Wirkung auf unser Leben, die Schumann-Wellen, die das Leben auf unserem Planeten gewährleisten Ohne sie könnten wir nicht überleben. So seien die 10-Hertz-Pulsationen der WLAN-elektromagnetischen Strahlungen nur ein Impuls, aber keine Sinuswelle wie die Schumann-Wellen. Sie störe alle Lebensprozesse und sei tiefgreifend gesundheitsschädlich, so die Erkenntnisse des Interviewpartners Prof.em.Prof. Dr.med. habil. Karl Hecht, Professor für Neurophysiologie und für experimentelle und klinisch pathologische Physiologie der Humboldt-Universität zu Berlin, in „Faktencheck“. „Faktencheck“ ist auch ein Film über Barri Trower aus Dartmoor in England. Der ehemalige Mitarbeiter des MI5 und MI6 wird darin als Geheimdienstexperte beschrieben, der als Whistleblower die Überwachungsmechanismen der Geheimdienste offenlegte. Ihm zufolge testete die US-Army bereits vor Jahren den Einsatz von Mikrowellen als Waffe – geruchlos, lautlos und unsichtbar. Jener Mikrowellenstrahlung, über die unsere mobile, digitale Kommunikation funktioniert. „Wir sind im Prinzip alle nur Versuchskaninchen in einem weltweiten Feldversuch“, so Trower in seinem Filminterview. 

Tipps für den Alltag
Mit Hilfe eines Filmbeitrags des Gesundheitsministeriums Zyperns werden aber auch Wege aufgezeigt, wie jeder Einzelne Vorkehrungen zu seinem eigenen Schutz treffen kann. Etwa durch die Verwendung von strahlungsarmen Handys, die Nutzung von Head-Sets und Internet über Kabelverbindung und das Ausschalten des Handys bei Nichtgebrauch. Nach der Filmvorführung hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, weiterführende Fragen an die Initiatorin des Films, Anke Kern, und an die Vertreter der Mobilfunk Bürgerinitiative Kempten und der ÖDP Kempten zu richten. Die rege Beteiligung spiegelte die große Betroffenheit der Anwesenden wider. 


Christine Tröger

Auch interessant

Meistgelesen

Hallo Kempten! Wir sind die neuen Babys!
Hallo Kempten! Wir sind die neuen Babys!
Zwei junge Graffiti-Sprayer in Kemptener Innenstadt festgenommen
Zwei junge Graffiti-Sprayer in Kemptener Innenstadt festgenommen
"Das Auge wird nicht satt", heißt die neue Ausstellung im Kunstreich
"Das Auge wird nicht satt", heißt die neue Ausstellung im Kunstreich
Renommiertes Rusquartet spielte am Montagabend im Stadttheater
Renommiertes Rusquartet spielte am Montagabend im Stadttheater

Kommentare