Modeln gegen das Virus

Ein kleiner Vorgeschmack auf den Inhalt. Foto: farbe8

Eine Benefizaktion, von der alle etwas haben: Der Käufer erhält einen hochwertig produzierten Kalender und tut Gutes dabei, an die Welt-Aids-Stiftung geht der Erlös aus diesem Verkauf, und zwölf junge Frauen können perfekt inszenierte Fotos eines professionellen Shootings ihr Eigen nennen. Das sind die Zutaten einer eher ungewöhnlichen Hilfsaktion, die sich zwei Studentinnen der Hochschule ausgedacht haben: Anlässlich des Weltaidstages am vergangenen Mittwoch ließen sich 12 Kemptener Studentinnen ablichten und verkauften den daraus entstandenen Kalender unter anderem vor dem Forum Allgäu.

Schon immer gab es zum Weltaidstag an der Kemptener Hochschule Aktionen, die vor den Gefahren der Seuche warnen. Natalie Henkel und Lydia Baumgärtel hatten heuer jedoch eine ganz besondere Idee: einen erotischen Kalender gegen Aids. Gesagt, getan – im großformatigen Kalender zeigen seit vergangenem Mittwoch zwölf Allgäuer Hobby-Mannequins, die in einer öffentlichen Online-Abstimmung aus 35 Bewerberinnen ausgewählt wurden, nicht wenig Haut, aber niemals ein Zentimeter zuviel. Bestens ins Licht gesetzt hat sie der Profifotografen Rolf Brenner aus Isny, immer seriös und jede mindestens mit einer roten Schleife, dem warnenden Wahrzeichen der Aids-Hilfe, bekleidet. Nach vielen Wochen harter Arbeit von der Organisation von Mitstreitern und Sponsoren bis zur Produktion, vom Schminken bis zur Fotoretusche konnte nun pünktlich zum Weltaidstages am vergangenen Mittwoch der Kalender präsentiert sowie mit allen Models, Unterstützern und der Öffentlichkeit natürlich gefeiert werden. Offizieller Verkaufsstart selbst war ebenfalls am Weltaidstag vor dem Forum Allgäu und in der Mensa der Hochschule. Erhältlich ist das Werk außerdem im Online-Shop unter www.gulugulugirls.de, wo auch weitere Verkaufsstellen und ein Making-Of-Video des Fotoshootings zu finden sind. Breite Unterstützung Zwar gab es schon immer an der Hochschule Kempten Aktionen zum Weltaidstag, doch für eine derart aufwändige Idee wie die von Natalie Henkel und Lydia Baumgärtel brauchte es doch einige Profis mehr, die zudem möglichst unentgeltlich arbeiten sollten: Fotografen, Visagisten, Organisatoren im Hintergrund wie der „Mann für alles“, Frederick Graf. Dazu kommen der im Charity-Bereich erfahrene Markus Mayer des Social-Clubs Gulu Gulu oder der Webgrafiker Sebastian Hofer und etliche mehr. Bald sagte auch die TV-Moderatorin Sandra Hengeler als Schirmherrin sowie der Unterweks Tourismusstudenten Allgäu e.V. (vormals SFA/Studiengruppe Fremdenverkehr Allgäu e.V.) seine Unterstützung zu. So kam der Stein schließlich Stück um Stück ins Rollen und wurde bald zu einem „Selbstläufer“, so Studentin Natalie Henkel, die sich natürlich mit den übrigen Initiatoren wünscht, dass sich der Kalender auch beim Verkauf – was selbst noch mal ein ganzes Stück Arbeit bedeutet – als ein solcher Selbstläufer erweist. Als ein besonderes, auf 1000 Exemplare limitiertes sowie für nur zehn Euro, aber nicht an jeder Ecke erhältliches Weihnachtsgeschenk, zudem für einen guten Zweck, dürfte er sich sicherlich eignen.

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