Würdiger Rahmen für ein gelungenes Werk in der Kunsthalle Isny

Friedrich Hechelmann präsentiert sein Buch

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Friedrich Hechelmann bei der Begrüßung der Gäste.

Isny – Es war wie bei allen vorherigen Anlässen, wenn Friedrich Hechelmann ein neues Werk der Öffentlichkeit zugänglich macht. Das Team der Kunsthalle stand einmal mehr voll hinter dem Künstler, 

sorgte für das auch den Räumen des Schlosses entsprechende Ambiente, einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung und war überzeugt: „Wir präsentieren hier ein Werk, das einmalig ist.“ Die große Zahl der Besucher zur Buchvorstellung sprach ebenfalls dafür.

Lange hat sich Hechelmann mit der Ideen zu diesem Buch beschäftigt und trotzdem zu Beginn große Zweifel gehabt. So beschrieb er es auch bei der Begrüßung seiner Gäste: „Zu Beginn bestehen oft Zweifel, ob man nicht zu Mittelmäßigkeiten etwas beitragen würde.“ Nach einer Gratwanderung der eigenen Person und der damit verbundenen Krankengeschichte war es dann die Befreiung, die er beim Schreiben finden konnte. So entstand „Manolito, ein fantastischer Märchenroman“, der Friedrich Hechelmann wieder auf den Weg brachte. „Das hat mir mehr geholfen, als noch so eine gute Kur.“

Antonia Bürger vom Knesebeck Verlag dankte vor allem auch Roman Hocke, dass er Hechelmann zum Knesebeck Verlag gebracht hatte. „Einen Autor, wie man ihn nur selten trifft.“ Sie ist fest davon überzeugt, „dass man Friedrich Hechelmann nur richtig verstehen kann, wenn es einem vergönnt ist, ihn in seinem Habitat, dem Schloss in Isny, mit den von ihm gestalteten Räumen, zu erleben.

Die Laudatio für das Buch hatte Hocke übernommen, der seit 34 Jahren die Interessen des Künstlers vertritt. Er sieht im Ganzen eine folgerichtige Entwicklung. In seinen Illustrationen könnte man den Werdegang Hechelmanns ablesen. Illustrationen von Kinderbüchern, Geschichten und Romanen die immer konkreter, körperlicher und dramaturgisch ausgewogener wurden. Das erste Buch seiner Veröffentlichungen im Knesebeck Verlag war Nils Holgerson, die Erzählung von Selma Lagerlöff, und seither ist das eine fest belastbare Verbindung mit einer seltenen Einigkeit zwischen Verlag und Autor. Als Hocke das Manuskript von „Manolito“ vorlag, war es für ihn nur eine logische Weiterentwicklung. Entstanden ist ein moderner Märchenroman, der mit stilistischem und sprachlichem Geschick ohne Verwendung von vorhandenen Klischees ähnlich aufgebaut ist wie eine Symphonie. „Eine Grundmelodie die immer konkreter und gewaltiger wird.“ Besonders auch der feine Humor Hechelmanns hat es ihm angetan. „Die Verbindung zur Schönheit der zahlreichen Illustrationen und der Schönheit der Texte ist für das gesamte Werk prägend“, sagt Hocke dazu. „Mich hat dieses Buch verändert“, sagte er abschließend und gab den Weg frei zu den Originalen in der zweiten Etage der Kunsthalle im Isnyer Schloss.

Manfred Schubert

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