Museen weiterentwickeln

Einsparungen von 4,8 Prozent konnte das Kulturamt gegenüber dem Ansatz im Jahr 2009 für das Haushaltsjahr 2011 erzielen. Die Zahlen gab Kulturamtsleiter Dr. Gerhard Weber in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses bekannt. Der Zuschussbedarf des Amts ist im Vergleich zum Vorjahr dennoch um 18 100 Euro auf 611 200 Euro gestiegen. Durch Einsparungen und Einnahmeerhöhungen konnte der Bedarf an Zuschüssen jedoch noch begrenzt werden, so Weber.

Gründe für das gegenüber 2010 höher angesetzte Budget seien Miete und Nebenkosten für den Hofgartensaal für die 2011 mit staatlicher Förderung geplante bayernweite BBK-Kunstausstellung und eine damit im Zusammenhang geplante „Kunstnacht 2011“, erläuterte Weber. Außerdem wurde der Ansatz für die Börsensaalmiete (Kornhaus) von 4000 auf 7500 Euro angehoben. Grund dafür ist, dass in möglichst allen Zeiträumen, in denen der Börsensaal nicht von einem Mieter der Veranstaltungshäuser gebraucht wird, ein Ausstellungsangebot, zum Beispiel aus dem Sammlungsbestand, gemacht werden kann. Die Anthropologischen Analysen an den für 2011 zur Wiederbestattung vorgesehenen menschlichen Skelettteilen vom St. Mang Platz sollen ebenfalls fortgeführt werden. Ferner wird laut Weber Geld für die Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen archäologischer Rettungsgrabungen und den Druck eines Begleithefts zum Schauraum Erasmuskapelle gebraucht. „Der Bedarf für so ein Heft ist da. Wir sind bereits dran und bis spätestens März wird es fertig sein“, schilderte der Kulturamtsleiter. Apropos Erasmuskapelle: Für den Schauraum Erasmuskapelle wurden zwei neue Einnahmehaushaltsstellen und sechs neue Ausgabehaushaltsstellen eingerichtet. Die Höhe der erwarteten Eintrittsgelder sei in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mit rund 37 000 Euro angegeben worden und die Betriebskosten seien insgesamt auf 35 850 Euro beziffert worden, berichtete Weber. „Eine verlässliche Angabe über die Höhe der jährlich anfallenden Betriebskosten wird für das Haushaltsjahr 2012 möglich sein“, fügte er an. Die strategischen Ziele des Stadtrats haben dem Amtsleiter zufolge Auswirkungen für die Aufgaben des Amts. Im Zuge der Museumsentwicklung in Kempten werden die künftigen musealen Einrichtungen neben ihrer Rolle für den Städtetourismus und ihrer Aufgabe als „materielles Gedächtnis von Stadt und Region“ vor allem auch einen Bildungsauftrag für alle Bürger und Gäste der Stadt zu erfüllen haben, erklärte er. Die Stadtbibliothek setze unter anderem Schwerpunkte auf Leseförderung und Bildungspartnerschaft mit Schulen. „Die Themen 'Bildung für jedes Lebensalter' und Bibliotheksangebote für Personengruppen mit Migrationshintergrund werde auch in der begonnenen Diskussion zur zukunftsorientierten Bibliotheksentwicklung eine wichtige Rolle spielen“, sagte Weber. Vorentwurf Auf der Investitionsliste des Amts stehen im kommenden Jahr die Museumsentwicklung, für die 25 000 Euro im Haushalt veranschlagt sind. Hinsichtlich des Zumsteinhauses braucht das Amt für die Entscheidung ob und wann ein Umbau geleistet werden kann einen Vorentwurf, das heißt, ein grobes inhaltliches Konzept und eine erste Kostenschätzung. Die 56 000 Euro für den Entwurf können 2011 über Ausgabereste aus 2010 finanziert werden und müssen daher im Haushalt nicht dargestellt werden, erläuterte Weber. Erste Schritte sollen im kommenden Jahr auch im APC erfolgen. Der Außenbereich soll nach heutigen Ansprüchen aufbereitet werden. Zudem sollen die Beschilderungen erneuert werden.

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