Summe noch nicht ganz zusammen

Bausteine für neues Hospiz

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Kleiner Aufwand, große Hilfe: Besucher des Hospizfestes konnten für 25 Euro symbolische Hospizbausteine erwerben.

Die Planungen für den Neubau des Allgäu Hospiz schreiten voran. „Die Bauvoranfrage ist genehmigt, derzeit wird der Bauplan vorbereitet. Wir hoffen auf einen Baubeginn Ende 2018, Anfang 2019“, erklärte Kemptens 3. Bürgermeister Josef Mayr, der Vorsitzender des Hospizvereins Kempten-Oberallgäu ist.

„Für dieses mit 6,9 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt brauchen wir allerdings vier Millionen Euro Rücklagen. Drei davon haben wir dank der großen Unterstützung zahlreicher Spender bereits beisammen.“ Am vergangenen Samstag setzten sich fünf Jugendkapellen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes beim Hospizfest auf dem Residenzplatz für die gute Sache ein.

Viele Passanten machten an den Informationsständen Halt und studierten die Schautafeln, die einen Eindruck von den Plänen zum Neubau des Allgäu Hospiz vermittelten. Für Speisen und Getränke war gesorgt, beim Glücksrad gab es hübsche Preise zu gewinnen und kleine Besucher konnten in einer Hüpfburg toben. Wer wollte, konnte zum Preis von 25 Euro symbolische Bausteine für das neue Gebäude erwerben – eine Möglichkeit die zahlreiche Besucher nutzten. Das jetzige Allgäu Hospiz in der Madlener Straße wird abgerissen, da die anstehende Renovierung des Gebäudes unrentabel wäre und eine Erweiterung dringend nötig ist. Bislang können hier maximal acht schwerstkranke Menschen liebevoll auf ihrem letzten Lebensabschnitt begleitet werden. Künftig sollen bis zu 16 Gäste betreut werden können. „Die Nachfrage nach unserem Angebot ist groß“, berichtet Alexander Schwägerl, Geschäftsführer der AllgäuHospiz gGmbH. „Im Jahr 2016 hatten wir 150 Gäste bei uns. 113 weitere fragten an, konnten aber aufgrund des Platzmangels leider nicht aufgenommen werden.“ Die durchschnittliche Verweildauer liege bei 20 Tagen, so Schwägerl weiter. „Der laufende Aufwand für den Unterhalt der Einrichtung liegt im sechsstelligen Bereich“, ergänzte Bürgermeister Josef Mayr. „Wir sind auf Spenden angewiesen. Glücklicher Weise erfahren wir Unterstützung von vielen Seiten“, zeigt er sich dankbar. So haben etwa die Serviceclubs aus Kempten und dem Oberallgäu zugesichert, die Kosten für die Ausstattung der Gästezimmer zu übernehmen. Am Tag des Hospizfestes übergab Renate Deniffel im Namen des CSU Ortsverbandes Wildpoldsried einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Kemptener Händler spendeten 100 Gutscheine im Wert von 1500 Euro, die am Glücksrad verlost wurden. „Auch die Frauenbünde und die Pfarreien engagieren sich für uns. Sie tragen das Thema in eine breite Öffentlichkeit.“ Mit Blick auf die fünf Jugendkapellen, die an jenem Tag auf dem Residenzplatz zu Gunsten der guten Sache aufspielten, lobte Mayr: „Ich freue mich ganz besonders, dass auch junge Leute dieses sehr wichtige Thema Hospizversorgung unterstützen. Für uns ist jede Hilfe wichtig und wertvoll.“

Sabine Stodal

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